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Enerige & Management > Interview - Sagen Sie mal: Gerald Linke
Bild: wellphoto / Fotolia
INTERVIEW:
Sagen Sie mal: Gerald Linke
Auch in Krisensituationen muss die Versorgung mit Gas und Trinkwasser ohne Einschränkungen funktionieren. Das Regelwerk des DVGW ist dafür die verbindliche Richtschnur.
 
Herr Linke, Versorgungsunternehmen stehen aktuell vor großen Herausforderungen. Auch in Corona-Zeiten müssen sie die Gas- und Wasserversorgung technisch sicher und regelkonform aufrechterhalten. Derzeit gilt es beispielsweise, Personalausfällen vorzubeugen und Materialengpässe zu managen. Ist die Einhaltung aller technischen Standards jetzt nicht zu viel verlangt?
Die Gas- und Wasserversorgung mit ihren technischen Anlagen, IT-Systemen und Rohrleitungsnetzen gehört zu den kritischen Infrastrukturen in Deutschland, die gesetzlich besonders geschützt sind. Eine krisensichere Aufbau- und Ablauforganisation ist auch in Zeiten mit Einschränkungen, wie sie die Corona-Lage verursacht, gewährleistet. Das DVGW-Regelwerk bildet die Basis der hohen Standards in punkto Technik, Sicherheit und Qualität. Es ist vom Gesetzgeber und im Fach anerkannt und regelt verbindlich alle für die Versorgung erforderlichen Maßnahmen und Prozesse, auch für Krisensituationen. Damit leistet es wertvolle Unterstützung im Zusammenhang mit der Corona-Krise. Darüber hinaus verfügen die Versorgungsunternehmen selbst über ein treffsicheres und verlässliches Krisen- und Notfallmanagement.
 
Gerald Linke ist Vorstandsvorsitzender des Deutschen Vereins des Gas- und Wasserfachs (DVGW) in Bonn
Bild: DVGW/Kurda

Trotzdem wird es manchen Versorgungsunternehmen in diesen Tagen möglicherweise nicht immer leichtfallen, alle Anforderungen zu erfüllen. Was können sie tun?
Zunächst einmal sei festgehalten: Wie sicherlich alle Bürger in letzter Zeit feststellen durften, bewältigt die Branche die Corona-Lage hervorragend. Einschränkungen in der Versorgung mit Energie und Wasser gibt es auch in diesen Zeiten nicht − trotz besonderer Herausforderungen. Das ist keine Selbstverständlichkeit. Daher ist ein Dank all jenen auszusprechen, die trotz möglicher Personalengpässe oder Lieferkettenunterbrechungen die erforderlichen Arbeitsabläufe weiterhin sicherstellen. Die Branche hat hervorragend reagiert und eine auf Krisensituationen ausgerichtete Personalplanung umgesetzt. So sichern beispielsweise entkoppelte Schichten, verkleinerte Teams und IT-gestütztes, kontaktloses Arbeiten den uneingeschränkten Versorgungsbetrieb. Generell empfehlen wir Mitgliedsunternehmen, damit einhergehende organisatorische oder personelle Abweichungen zu dokumentieren. Zugleich ist es ratsam, diese Abweichungen den zuständigen Behörden wie der Energieaufsicht oder dem Gesundheitsamt zu melden.

Gibt es auch Anpassungen von Seiten des DVGW, die es Unternehmen aktuell erleichtern, das Regelwerk einzuhalten?
Um der aktuellen Situation bestmöglich Rechnung zu tragen, hat der DVGW zum Beispiel den Geltungszeitraum von Bildungsqualifikationen verlängert. Für abgelaufene Zertifizierungen wurden Verfahren zur Fortführung definiert und geltende Bestätigungen zum technischen Sicherheitsmanagement um bis zu sechs Monate verlängert. Zugleich haben wir das Angebot an Onlineseminaren innerhalb kurzer Zeit stark erweitert. An Schulungen zur Gasinstallation zum Beispiel kann man jetzt auch via Internet teilnehmen. Mit regelmäßig aktualisierten Informationen geben wir den Versorgungsunternehmen eine verlässliche Richtschnur für ihren mit dem Regelwerk konformen Betrieb auch in Corona-Zeiten.

 
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Montag, 25.05.2020, 09:37 Uhr