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Enerige & Management > Berater - Schlanke Prozesse im Fokus
Bild: Fotolia.com, jd-photodesign
BERATER:
Schlanke Prozesse im Fokus
Der ehemalige N-Ergie-Vorstand Dirk Fieml berät jetzt gemeinsam mit Partnern Stadtwerke und Kommunen bei der Optimierung von Prozessen und Organisation.
 
Dirk Fieml, ehemals Vorstand bei der N-Ergie in Nürnberg und Gründer der Becker Büttner Held Consulting AG, hat sich mit einem eigenen Beratungsunternehmen selbstständig gemacht. Zusammen mit sechs Partnern bietet er mit der Vivax GmbH Prozess-, Organisations- und Strategieberatung sowie Projektmanagement und Rekommunalisierung an. Der 48-jährige Fieml will sich besonders auf Stadtwerke sowie auf Netz- und Vertriebsgesellschaften und Contractingdienstleister konzentrieren und bei Bedarf die Interim-Geschäftsführung, zum Beispiel von neu gegründeten Netzbetreibern, übernehmen.

Andere Vivax-Partner wie beispielsweise Thomas Ramolla und die Professorin Bärbel Held verfügen zusätzlich über detaillierte Kenntnisse im Management von Krankenhäusern, vom Gesundheitswesen und von Kommunalverwaltungen, so dass das Unternehmen Kommunen einen umfassenden Ansatz zur Optimierung ihrer wirtschaftlichen Strukturen anbieten kann.

„Unser Schwerpunkt wird Prozess- und Organisationsberatung sein“, sagt Fieml zur Ausrichtung seiner Beratungsgesellschaft. „Wer seine Prozesse im Griff hat und effizient organisiert, der hat auch seine Kosten im Griff. Dabei wollen wir helfen.“ Längst noch nicht alle Energieversorger hätten einen genauen Überblick über ihre Prozesse und die jeweiligen Kosten „Wir sehen da jede Menge Optimierungsmöglichkeiten“, sagt der Berater. „Es gibt viele Vorbilder in der Industrie, beispielsweise die Automobilindustrie. Hier ist das Prozessmanagement und das Management der Prozesskosten mittlerweile zur entscheidenden Voraussetzung für Erfolg geworden.“ Ein ähnlich systematisches Vorgehen, aber auf die Bedürfnisse der Branche zugeschnitten, will Vivax jetzt auch für Energieversorger und für Krankenhäuser – zum Beispiel für das Management der Operationsbereiche – bieten.

An Bedeutung gewinnt das Thema für die Energiewirtschaft, weil voraussichtlich in naher Zukunft auch die Bundesnetzagentur die Prozesse der Netzbetreiber durchleuchten und deren Effizienz vergleichen wird. Ein bereits versandter Fragebogen wurde 2012 zwar auf Druck der Branche vom Präsidenten der Agentur, Jochen Homann, vorerst gestoppt. Die Behörde wird das Thema aber voraussichtlich bald wieder auf die Agenda setzen. „Die Frage ist: Was kostet es das Unternehmen, einen Hausanschluss zu erstellen oder seine Assets instandzuhalten. Dies zu analysieren und mit anderen Unternehmen zu vergleichen, bringt sehr schnell Defizite in der organisatorischen Abwicklung und große Kostensenkungspotenziale zutage“, sagt Fieml. Die Bundesnetzagentur habe bereits ein erstes Prozessmodell aufgelegt, das allerdings noch Schwächen habe, sagt er. „Schnell kommt die Kritik, dass Kosten für Prozesse zu hoch seien und dass Probleme bei der Kostenanerkennung die Folge sein können. Hier muss aufgepasst werden, dass nicht Äpfel mit Birnen verglichen werden.“ Es sei aber entscheidend, dass Unternehmen ein Gefühl dafür hätten, wie sie mit ihren Prozesskosten im Wettbewerb dastehen. In einem Forschungsprojekt mit dem von Fieml und Bärbel Held geleiteten, neu gegründeten Vivax-Institut für Energiewirtschaft an der privaten, staatlich anerkannten Steinbeis-Hochschule Berlin will Vivax gemeinsam mit Forschungspartnern aus der Branche auch klären, wie und inwieweit Unternehmen in der Energiewirtschaft mit ihren kommunalen Strukturen die Optimierung einzelner Prozesse tatsächlich in Kostensenkungen umsetzen können. "Das Interesse an Prozess- und Organisationsoptimierung wird in Zukunft auch unabhängig von der Forderung der Bundesnetzagentur immer wichtiger werden", so Fieml. 

Die Kosten will der Geschäftsführer auch im eigenen Unternehmen in Grenzen halten. „Wir brauchen keine luxuriöse Residenz. Deshalb werden wir unsere Beratungshonorare so gestalten können, dass wir auch für kleine und mittlere Stadtwerke gute Beratung liefern können.“

Gemeinsam mit dem Vivax Institut für Energiewirtschaft wird die Vivax GmbH – das Wort kommt aus dem Lateinischen und steht für dauerhaft oder langlebig – auch in die Forschung und in die Aus- und Fortbildung einsteigen. Das Institut wird berufsbegleitende zertifizierte Ausbildungsprogramme mit dem Schwerpunkt Energiewirtschaft anbieten, für die nach entsprechenden Prüfungen Credit Points nach dem Bologna-System (ECTS) erteilt werden. Die Hochschule stellt dabei die Qualität der Ausbildung sicher. Vorgesehen sind zertifizierte Ausbildungsprogramme zum Asset Manager, Risiko-Manager oder Regulierungsmanager. Aber auch Seminare zur Information und Weiterbildung gehören zum Programm des Institutes, das in Kürze veröffentlicht wird.

„Wer einen Asset Manager oder ausgebildeten Regulierungsmanager sucht, hat bisher kein klares Angebot auf dem Personalmarkt“, sagt Fieml. „Das werden wir ändern.“

 
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Montag, 02.12.2013, 09:29 Uhr