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Enerige & Management > IT - Schluss mit dem Schnittstellen-Schlamassel
Bild: Fotolia.com, Edelweiss
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Schluss mit dem Schnittstellen-Schlamassel
An Geschäftsprozessen und -modellen sind immer mehr Stellen beteiligt. Die Kommunikation ihrer unterschiedlichen Datensysteme zu ermöglichen, ist Ziel des Enet Navigators.
 
Die Energiewelt wird immer vernetzter, Energiewende und Digitalisierung verändern Akteursstrukturen und Geschäftsmodelle. Es gibt neue Player auf dem Energiemarkt wie etwa Internetdienstleister und Prosumer, aber auch die etablierten EVU, ob große oder kommunale, stellen sich neu auf. Damit ändern sich auch die Anforderungen an die IKT-Infrastruktur.

„EVU werden vielseitige Dienstleister und Umsorger und brauchen damit neue, spezialisierte Softwareprodukte. Benötigt werden modulare IT-Systeme. Die Schnittstellen-Problematik explodiert“, sagte Peter Martin Schroer, Geschäftsführer des Energiedienstleisters Enet auf dessen Branchentagen in Berlin. „Wir wollten einen Weg finden, wie Daten zwischen den verschiedenen Softwareapplikationen hin- und herbewegt werden können“, beschreibt er die Aufgabenstellung, die sich das Unternehmen gab.

Mit dem neuen Enet-Navigator sieht er die Aufgabe gelöst. Die neue Plattform baut auf dem bereits seit einigen Jahren bestehenden Navigator auf, der noch als Remote-Plattform konzipiert war. Sie wurde weiterentwickelt zu Modularität und Prozessorientierung. Basis für die browserbasierte Prozess-Plattform ist der herstellerunabhängige Standard Business Objects for Energy (BO4E), der in Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik IML in Dortmund entwickelt wurde.

Standard ermöglicht multiple Kommunikation

Geschäftsobjekt (BO) kann zum Beispiel eine Lieferstelle sein, eine Anlage, ein Zählpunkt oder auch ein Marktteilnehmer, erläutert Enet-Experte Michael Sildatke. Für insgesamt 13 Geschäftsobjekte hat die Interessengemeinschaft Geschäftsobjekte Energiewirtschaft e.V., der neben Enet aktuell weitere 15 Firmen angehören, standardisierte Definitionen verabschiedet. „Ein Geschäftsobjekt ist das, was für ein Haus oder eine Maschine die technische Zeichnung ist“, versucht Sildatke es für Nicht-IT-Affine zu veranschaulichen.

Die Geschäftsobjekt-Datenbank ist quasi Koppelstelle: „Die Kommunikation erfolgt nicht zwischen Apps, sondern immer zur BO-Datenbank“, erläutert Schroer. Diese übernimmt also das, was normalerweise viele individuelle Schnittstellen leisten müssten. Das hat den Vorteil, dass beliebig viele Apps über die Plattform miteinander in Verbindung treten können, auch solche von Fremdanbietern, wenn sie auf dem BO4E-Standard beruhen.

Flexibilität und Kostenersparnis für die Unternehmen

Damit gewinnen die Firmen große Flexibilität beim Einsatz von Softwareapplikationen, und Softwareanwendungen können einfacher in Geschäftsprozesse integriert werden. Die Daten zwischen verschiedenen Systemen können schneller und sicherer ausgetauscht werden. Weil die Unternehmen keine Schnittstellen mehr selbst entwickeln müssen, sparen sie Zeit und Kosten. "Das Konzept bedeutet einen Fortschritt für die Modellierung energiewirtschaftlicher Geschäftsprozesse. Der gemeinsame Standard kann die Digitalisierung der Energiewirtschaft beschleunigen", resümiert Schroer.

Die in Hückelhoven (NRW) ansässige Enet feiert in diesem Jahr ihr 15jähriges Bestehen. Zunächst reiner Informationsdienstleister, bot die Firma 2002 die Datenbank Netznutzung Strom an. In den folgenden Jahren wurden weitere Datenbanken (etwa für Kalkulation, Tarife Strom und Gas oder Beteiligungen) aufgelegt. 2013 übernahm Enet die R-Systems (Torgau, Sachsen). Enet entwickelt sich zum Systemhaus mit eigenem Rechenzentrum und aktuell 100 Mitarbeitern und zählt nach eigenen Angaben rund 500 Energieversorger zu ihren Kunden.

 
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Dienstag, 27.06.2017, 09:19 Uhr