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Enerige & Management > Interview - Schönberg: "Uns beschäftigt stets das Thema Interoperabilität"
Bild: BillionPhotos.com / Fotolia
INTERVIEW:
Schönberg: "Uns beschäftigt stets das Thema Interoperabilität"
PPC ist einer von neun Smart-Meter-Gateway-Herstellern, deren Geräte derzeit das Zertifizierungsverfahren beim BSI durchlaufen. Im Gespräch: Vorstandschef Ingo Schönberg.
 
Ingo Schönberg ist Vorstandsvorsitzender der Power Plus Communications AG
Bild: PPC

Herr Schönberg, was macht eigentlich ein Hersteller von Smart Meter Gateways, während er auf die Zertifizierung seines Geräts durch das Bundesamt für die Sicherheit in der Informationstechnik wartet?
Wir haben intensiv an der mess- und eichrechtlichen Zulassung durch die PTB (Physikalisch-Technische Bundesanstalt; d.Red.) gearbeitet, die Teil der Gesamtzulassung des Smart Meter Gateways ist. Als erster Hersteller haben wir diese Zulassung kürzlich erfolgreich abgeschlossen. Die PTB hat am 18. April die Baumusterprüfbescheinigung für unser Smart Meter Gateway ausgestellt. Mit dem BSI befinden wir uns quasi nur noch im Feintuning und rechnen mit einem zeitnahen Abschluss des Zertifizierungsverfahren. Inzwischen arbeiten wir gemeinsam mit unseren Kunden intensiv an der Vorbereitung des Rollouts und implementieren Prozesse und Strukturen, um einen reibungslosen Start zu ermöglichen. Darüber hinaus denken wir schon jetzt aktiv darüber nach, was mit intelligenten Messsystem im Bereich Dienstleistung erreicht werden kann. Ein wichtiger Bereich hierbei sind die so genannten Controllable Local Systems (CLS). Gemeinsam mit unseren Partnern arbeiten wir an vielen Anwendungen: vom Anschluss von Energiewendetechnologien über Submetering-Lösungen bis hin zu energiefernen Lösungen. Beispielsweise haben wir vor Kurzem eine erste Lösung im Bereich Ambient Assisted Living mit Bosch und Worldline vorgestellt. Abgesehen davon beschäftigt uns stets das Thema Interoperabilität. Hier arbeiten wir an der Anbindung von GWA-Systemen und Zählern unterschiedlicher Hersteller an unser Smart Meter Gateway, um reibungslos funktionierende Lösungen zu bieten.
 

Einen Auftrag von Eon haben Sie ja schon publik gemacht. In welchem Zeitraum wird die Nachfrage nach Gateways einen nennenswerten Umfang annehmen?
Die Beschaffungs- und Rollout-Strategien der deutschen Energieversorger variieren stark. Neben den bekannten Bestellungen zertifizierter Smart Meter Gateways von Eon und EnBW haben wir schon viele weitere Bestellungen erhalten, die nicht öffentlich sind. Nach der Zertifizierung werden wir die Produktion schrittweise hochfahren und erwarten, dass bis zum Jahreswechsel der Rollout bei allen Kunden systematisch angelaufen ist.
 
 
Welche Kommunikationstechnologie sehen sie bei der Anbindung des Gateways an die Strukturen der verschiedenen Marktrollen im Vorteil?
Unsere Erfahrung zeigt: Der Mix macht’s. Die Wahl der Kommunikationstechnologie hängt stark von der Rollout-Strategie des Kunden und der Verfügbarkeit am Installationsort ab. Die zentrale Entscheidung liegt darin, ein eigenes Netz, zum Beispiel mit Breitband-Powerline aufzubauen oder ein vorhandenes (Mobilfunk)-Netz zu nutzen. Letztendlich gibt es nicht die „eine“ Technologie. Die meisten Kunden setzen für den Rollout auf hybride Kommunikationsnetze, in denen nach technischen und ökonomischen Kriterien verschiedene Technologien kombiniert oder Vorzugsgebiete festgelegt werden. 


Großauftrag von Großkonzernen
PPC gab im Februar dieses Jahres bekannt, in einem ersten Schritt 16 000 Smart Meter Gateways an Eon Metering zu liefern. Mit dieser Bestellung will die Tochter des Energieriesen in den Rollout von intelligenten Messsystemen starten. Eon und PPC hatten zuvor ingemeinsamen Pilotprojekten die Geräte- und Systemlandschaft des intelligenten Messsystems und die Interoperabilität der Gateways getestet.
Neben Eon hat auch bereits EnBW mit 10 000 Gateways einen Großauftrag an PPC vergeben.

 

 
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Montag, 30.04.2018, 09:28 Uhr