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Enerige & Management > Gasnetz - Sefcovic kritisiert Gazprom
Bild: Fotolia.com, WestPic
GASNETZ:
Sefcovic kritisiert Gazprom
Die russischen Pläne, Gas in Zukunft nicht mehr über die Ukraine, sondern die Türkei in die EU zu liefern, stoßen in Brüssel auf Widerstand. Damit verstoße Russland gegen die bestehenden Verträge, sagte der Vize-Präsident der EU-Kommission Maros Sefcovic am 4. Februar in Brüssel. In der kommenden Woche will er mit den Anrainerstaaten der South-Stream-Leitung über eine Neuorientierung ihrer Energiepolitik beraten.
 
Dem russischen Energiekonzern Gazprom warf Sefcovic mit Blick auf den Ausstieg aus dem Pipelineprojekt South Stream vor, mit seinen Kunden „über die Presse“ zu kommunizieren. Diese Kunden kauften nicht nur bestimmte Mengen Gas, vereinbart sei auch die Lieferung an bestimmten Punkten im Leitungsnetz. In keinem Fall sei die Lieferung von russischem Gas an der türkisch-griechischen Grenze vorgesehen. Sefcovic wird am 9. Februar in Sofia mit Vertretern der South-Stream-Anrainerstaaten über neue Konzepte zur Gasversorgung der Region beraten. Er werde sich vor allem für mehr Transparenz einsetzen. Mehr Kenntnisse über die mit den Gaslieferanten vereinbarten Preise und Lieferbedingungen könnten die Versorgungssicherheit der Region erheblich verbessern.
 
Zweifel äußerte Sefcovic an der Wirtschaftlichkeit einer von Gazprom geplanten Pipeline von Russland durch die Türkei. Russland wolle damit die Unkraine als Transitland umgehen. Für die ins Auge gefasste Reform des ukrainischen Transportunternehmens Naftogaz und die Modernisierung des ukrainischen Gasleitungsnetzes wäre der Ausfall der Transitgebühren für russisches Gas ein erhebliches Problem. Die dafür notwendigen Investitionen würden sich dann kaum noch rechnen.
 
Skeptisch ist der Kommissions-Vize-Präsident über ein von den osteuropäischen EU-Staaten favorisiertes „Einkaufskartell“, mit dem die EU ihre starke Stellung als Kunde, insbesondere gegenüber dem russischen Exportmonopolisten Gazprom, besser zur Geltung bringen soll. Eine Lösung des Problems, die den komplexen, existierenden Verträgen, dem europäischen Wettbewerbsrecht und den Regeln der WTO gerecht werde, werde die Hoffnungen, die manche Mitgliedsstaaten mit dem Einkaufskartell verbinden, enttäuschen.

 
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Mittwoch, 04.02.2015, 17:21 Uhr