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Enerige & Management > Studien - Sichere Stromversorgung auch 2050 möglich
Bild: Minerva Studio, Fotolia
STUDIEN:
Sichere Stromversorgung auch 2050 möglich
Mit den notwendigen technischen und prozessualen Weiterentwicklungen, so die Dena, ist im Jahr 2050 eine sichere Energieversorgung auch ohne fossile Brennstoffe möglich.
 
Die Diskussion um eine sichere und zuverlässige Energieversorgung 2050 fokussiere aktuell zu sehr darauf, wie benötigte Energiemengen bereitgestellt werden können. Die am 5. Mai veröffentlichte Dena-Studie „Systemsicherheit 2050“ meint, das greife zu kurz. Ein sicheres und zuverlässiges Energiesystem der Zukunft brauche auch technische und prozessuale Anpassungen. Autor der Studie ist die Plattform Systemdienstleistungen der Deutschen Energieagentur (Dena).

Andreas Kuhlmann, Vorsitzender der Dena-Geschäftsführung erklärte: „Eine besondere Herausforderung ergibt sich durch die lange Nutzungsdauer von Anlagen im Stromnetz. Damit sichergestellt ist, dass Anlagen, die in den kommenden Jahren ans Netz gehen, die Fähigkeiten für eine zukünftige Systemsicherheit mitbringen, müssen technische Vorgaben und regulatorische Rahmenbedingungen vorausschauend definiert werden.“

Dezentrale Anlagen können zur Systemsicherheit beitragen

Die Studie zeige, dass auch dezentrale Anlagen in den Verteilnetzen das Potenzial haben, 2050 große Teile des stationären Blindleistungsbedarfs der Übertragungsnetze zu decken, wenn sie dafür nötige technische Anforderungen erfüllen und entsprechende Koordinationsprozesse etabliert werden. Diese Systemdienstleistungen zur Regulation von Frequenz, Spannung und Leistungsbelastung im Netz werden derzeit im Wesentlichen durch thermische Großkraftwerke bereitgestellt. Diese werden mit Kohleausstieg und Kernkraftende nicht mehr zur Verfügung stehen.

Um das Potenzial erneuerbarer Energien und anderer Netznutzer zur Gewährleistung der Systemsicherheit nutzen zu können, ist die Optimierung von Koordinationsprozessen zwischen Netzbetreibern sowie zwischen Netz- und Anlagenbetreibern besonders wichtig, erläutert die Studie. Dafür bedürfe es auch der technischen Weiterentwicklung. Für die Beherrschung von System-Splits − Extremereignisse, durch die das Energiesystem in den Notzustand gerät − werde in Zukunft ein erheblicher zusätzlicher Bedarf an Momentanreserve bestehen. Dezentrale Erzeuger, Speicher und Lasten könnten diese liefern, müssten dazu aber mit netzbildenden Umrichtern ausgestattet werden.

Vorschriften und Anreize jetzt setzen

Bei vielen Systemdienstleistungen sind neue Netznutzer wie Erzeuger, Verbraucher und Speicher weder durch technische Vorschriften verpflichtet, sich an der Bereitstellung von Systemdienstleistungen zu beteiligen, noch erhalten sie durch den aktuellen regulatorischen Rahmen ausreichend wirtschaftliche Anreize. Durch die Strombinnenmarkt-Richtlinie des Clean Energy Package (CEP) werden die Mitgliedstaaten veranlasst, bis Jahresende die Beschaffung sogenannter nicht-frequenzgebundener Systemdienstleistungen auf den Prüfstand zu stellen. Die Studie fordert, dass die Weiterentwicklung von wirtschaftlichen Anreizen und Anschlussregelungen allerdings nicht nur aktuelle Herausforderungen, sondern auch die Bedarfe 2050 in den Blick nehmen muss.

Die Studie „Systemsicherheit 2050“   steht auf der Dena-Website bereit.

 
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Dienstag, 05.05.2020, 13:29 Uhr