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Enerige & Management > Smart Meter - Sicherheit an erster Stelle
Bild: Fotolia.com, unique3d
SMART METER:
Sicherheit an erster Stelle
Auf die Gateway-Administratoren kommen zahlreiche Aufgaben zu, die unter Einhaltung hoher Sicherheitsstandards erfüllt werden müssen. Karsten Vortanz und Peter Zayer* beschreiben die Anforderungen.
 
Der Smart Meter Gateway-Administrator (GWA) übernimmt beim flächendeckenden Einsatz von intelligenten Zählern und Messsystemen eine wichtige Rolle: Als zentrale Instanz im intelligenten Energiesystem konfiguriert, überwacht und steuert er das Smart Meter Gateway (SMGW). Diese neue Aufgabe ist mit hohen technischen und datenschutzrechtlichen Anforderungen verbunden. Die Herausforderung für Stadt- und Gemeindewerke besteht nun darin, die neue Zählertechnologie in die komplexe Infrastruktur der Energieerzeugung und -verteilung zu integrieren. Um die hohen Anforderungen umzusetzen, empfiehlt es sich, auf das Know-how von spezialisierten Dienstleistern zurückzugreifen. Die Voltaris GmbH gehört zu den wenigen Anbietern in Deutschland, die ein Komplett-Dienstleistungsangebot für das Messsystem und die Gateway-Administration anbieten.
 
 
Der GWA wir eine zentrale Rolle beim zuverlässigen Betrieb des Smart Meter Gateways einnehmen
Bild: Voltaris


Die im vergangenen Sommer vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie in Auftrag gegebene Kosten-Nutzen-Analyse hat Bewegung in die Diskussionen um den Rollout von intelligenten Zählern und Messsystemen gebracht. Das daraus resultierende Verordnungspaket, auf das die Energiewirtschaft nun wartet, wird die Messsystem-, die Rollout-, die Datenschutz- und die Lastmanagement-Verordnung umfassen und die künftigen Rahmenbedingungen für den Einsatz der intelligenten Zähler und Messsysteme in Deutschland verbindlich vorschreiben.

Dabei wird für Energieversorger nicht nur der Einbau von Zähler und BSI-zertifizierten Messsystemen (BSI: Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik) verpflichtend, sondern auch das Betreiben der Smart Meter Gateways, mit denen die geforderten Sicherheitsrichtlinien eingehalten werden sollen. Oberstes Ziel ist dabei, ein Höchstmaß an Datenschutz und Datensicherheit zu erreichen. Die Konsequenzen sind neue, hochkomplexe Prozesse und hohe Investitionen in die IT-Umgebung. Neue Softwareprodukte für das Meter Data Management (MDM) und die Gateway-Administration müssen die Mindestanforderung der Technischen Richtlinie TR-03109 des BSI erfüllen. Gerade für viele kleinere und mittlere Stadtwerke ist es daher wirtschaftlich sinnvoll, den Betrieb der neuen Messsysteme und die Dienstleistung des Gateway-Administrators an externe Dienstleister, die das erforderliche Know-how haben, zu vergeben.
 
Vertrauensvoller und sicherer Betrieb des Smart Meter Gateways
 
Der GWA nimmt eine zentrale Rolle beim vertrauensvollen und zuverlässigen Betrieb des SMGW ein. Im Rahmen der Zuordnung durch die Technische Richtlinie des BSI ist er der Einzige, der aktiv auf das Gateway zugreifen kann. Dabei muss er Anforderungen an den sicheren Betrieb sowie die sichere Abwicklung des Messstellenbetriebs erfüllen und gleichzeitig die Mindestanforderungen an Informationssicherheit gewährleisten: Betrieb und Dokumentation eines Managementsystems für Informationssicherheit (ISMS) nach ISO 27001 beziehungsweise IT-Grundschutz, physische Sicherheit der genutzten IT-Infrastruktur, logische Informationssicherheit sowie personelle Maßnahmen.
 
Dabei übernimmt der GWA folgende Aufgaben:
  • Erstmalige Einrichtung und fortlaufende Administration des SMGW auf Basis der Verträge zwischen Anschlussnutzer und externen Marktteilnehmern
  • Beschaffung: Auswahl und Bestellung der Komponenten, Konfiguration beim Integrator, Warenannahme inklusive Qualitätsannahmeprüfung
  • Installation: technische Machbarkeitsprüfung, SMGW, Basiszähler und Zubehör anschließen, Kontrolle von Hardware und Kommunikationsanbindung
  • Inbetriebnahme: eigenständiger Aufbau der Wide-Area-Network-Verbindung (WAN-Verbindung) von SMGW zu GWA, Übertragung der Sensor-, Auswertungs- und Kommunikationsprofile, Bereitstellung der Zugangsdaten
  • Regelbetrieb/Admin-Tätigkeiten: Daten erfassen und übertragen, Profilverwaltung, Statuskontrollen und Fehlerbehandlung, Bereitstellung von nötigen IT-Services, Schlüssel- und Zertifikatsmanagement, Integration der Systemumgebung in die Public-Key-Infrastructure, Firmenware- und Softwareupdates, Synchronisation über Zeitserver, Monitoring der Datenkommunikation, Datenrouting
  • Wechselprozesse: Wechsel von Komponenten (SMGW, Basiszähler oder Zubehör).
 
Experten unterstützen Stadtwerke beim Gateway-Betrieb
 
Auch wenn die endgültigen rechtlichen Vorgaben noch nicht vollständig vorliegen, sollten sich Marktteilnehmer schon jetzt konkret mit dem vorgesehenen Rollout beschäftigen und zukunftsfähige Strategien entwickeln. Dazu gehören auch Investitionen in leistungsfähige Meter-Data-Management-Systeme. Durch die neuen Prozesse rund um das Gateway und das Last- und Einspeisemanagement werden die Herausforderungen an eine leistungsstarke IT-Infrastruktur wachsen. Um diese komplexen Anforderungen umzusetzen, sollten Energieversorger auf das Know-how von dementsprechenden Experten zurückgreifen. Mit der Betreuung von mehr als einer Million Strom-, Gas-, Wasser- und Wärmezähler in Deutschland bietet Voltaris die erforderlichen Dienstleistungen im Bereich Metering und Datenmanagement.

 
Auch Gaszähler können in das elektronische Messsystem der Zukunft eingebunden werden
Bild: Voltaris

 
Das Unternehmen wird ein Komplett-Dienstleistungsangebot rund um das intelligente Messsystem anbieten: Von der Geräteauswahl und Annahmeprüfung – inklusive der eichrechtlichen Prüfung – über den Einbau, den Betrieb und die Wartung der intelligenten Zähler und Smart Meter Gateways bis hin zur neuen Aufgabe der Gateway-Administration. Als Basis dienen Zähler und Gateways nach VDE-FNN-Standard. Durch diesen Standard werden die erforderliche Interoperabilität und Austauschbarkeit erreicht.
 
* Karsten Vortanz und Peter Zayer, Geschäftsführer Voltaris GmbH, Maxdorf

 
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Montag, 28.04.2014, 09:24 Uhr