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Enerige & Management > Wasserstoff - Siemens Gamesa koppelt Windkraftanlage mit Elektrolyseur
Bild: iStock, Frank Harms
WASSERSTOFF:
Siemens Gamesa koppelt Windkraftanlage mit Elektrolyseur
Mit "Brande Hydrogen" startet Siemens Gamesa in Dänemark ein Pilotprojekt, in dem der  Strom einer Windturbine im Inselmodus direkt zur Erzeugung von Wasserstoff herangezogen wird.
 
1,7 % des weltweiten jährlichen Energieverbrauchs werden durch Wasserstoff gedeckt. Nur 1 % des gesamt produzierten Wasserstoffs wird allerdings aus erneuerbaren Energien erzeugt. Der Großteil stammt aus Erdgas und Kohle. Dies will der Windturbinenhersteller Siemens Gamesa mit seinem jüngst gestarteten Projekt "Brande Hydrogen" ändern. 

Der deutsch-spanische Windkraftanlagen-Hersteller schreibt in einer Mitteilung von dem "weltweit ersten Projekt, bei dem eine Windturbine mit einem Elektrolyseur verbunden wird". Die Turbine solle im Inselbetrieb − also ohne Verbindung zu einem Stromnetz − betrieben werden. Auch ein netzgekoppelter Betrieb soll möglich sein.

Die Onshore-Windkraftanlage errichtet das Unternehmen derzeit in Brande im Westen Dänemarks. Die Turbine aus dem Hause Siemens Gamesa hat eine Leistung von 3 MW. Wie der Hersteller mitteilt, gehört sie dem lokalen Partner Uhre Windpower. Sie erzeugt sauberen Strom für einen 400-kW-Elektrolyseur. Das Projekt stehe kurz vor der Erteilung der endgültigen Genehmigungen, heißt es weiter. 

Im Zeitplan von Siemens Gamesa sind die ersten Testläufe der Pilotanlage noch für dieses Jahr angesetzt. Bis Januar 2021 soll die erste Wasserstoffproduktion beginnen. Von Brande Hydrogen verspricht sich Siemens Gamesa Erkenntnisse für die Skalierung der Technologie auf viel größere Turbinen und Windparks, sowohl on- als auch offshore.

​Einsatz im Mobilitätssektor vorgesehen

Einen Abnehmer des produzierten Wasserstoffs gibt es bereits: Mit dem dänischen Wasserstoff-Spezialisten Everfuel hat Siemens Gamesa bereits eine Vereinbarung unterzeichnet: Das Unternehmen soll den grünen Wasserstoff an Tankstellen in ganz Dänemark verteilen. In der Hauptstadt Kopenhagen werde er etwa dazu verwendet, um Taxis zu betanken: Im Vollbetrieb könne die Turbine des Projekts genug Strom zur Wasserstofferzeugung produzieren, um etwa 50 bis 70 Taxis emissionsfrei zu betreiben. 

Wie Siemens Gamesa mitteilt, sorge der durch fossile Brennstoffe erzeugte Wasserstoff weltweit jährlich für einen Ausstoß von 830 Mio. Tonnen CO2. Um ihn durch grünen Wasserstoff zu ersetzen, wären 820.000 MW an Winderzeugungskapazität notwendig − 26 % mehr als die derzeit weltweit installierte Leistung.

Siemens Gamesa nennt eine Spanne zwischen 1 Mio. MW bis 4 Mio. MW, die bis zum Jahr 2050 an erneuerbarer Energie benötigt würden, um den Wasserstoffbedarf in den kommenden Jahrzehnten zu decken. Ein "enormes Wachstumspotenzial" schreibt das Unternehmen dabei der Windenergie zu. 

 
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Donnerstag, 03.12.2020, 11:39 Uhr