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Enerige & Management > Wasserstoff - Siemens steigt in den Markt für Wasserstoffzüge ein
Bild: Fotolia
WASSERSTOFF:
Siemens steigt in den Markt für Wasserstoffzüge ein
Ein komplettes Wasserstoffsystem für die Schiene wollen die beiden Siemens-Bereiche Energy und Mobility gemeinsam entwickeln.
 
Die Siemens-Zugsparte Mobility und die kürzlich an die Börse gegangene Abspaltung Siemens Energy haben eine Vereinbarung unterzeichnet, um gemeinsam Wasserstoffsysteme für Schienenfahrzeuge anzubieten.

„Unsere Zusammenarbeit mit Siemens Energy ebnet den Weg für eine nachhaltige und klimafreundlichen Mobilität“, sagte Albrecht Neumann, CEO Rolling Stock von Siemens Mobility. So könne man die Kunden dabei unterstützen, dieselbetriebene Schienenfahrzeuge auf oberleitungsfreien Strecken langfristig durch emissionsfreie Wasserstofffahrzeuge zu ersetzen. „Gemeinsam mit Siemens Energy können wir den Wasserstoff sogar in einem Hydrogen-as-a-service-Modell über die Betriebsdauer des Fahrzeugs anbieten", so Neumann.

Laut einer Siemens-Mitteilung sollen in den nächsten 20 Jahren in Europa tausende dieselelektrische Triebzüge durch umweltfreundlichere Alternativen ersetzt werden, vor allem auf nicht-elektrifizierten Streckenabschnitten. In Deutschland machen diese rund 50 Prozent des Schienenstreckennetzes aus. 

Vorreiter im Geschäft mit Wasserstoffzügen ist das französische Unternehmen Alstom mit seinem Brennstoffzellenzug „Coradia iLint“. Das Fahrzeug ist in Niedersachsen seit Mai dieses Jahres im Regelbetrieb unterwegs. Auch in anderen Bundesländern sind die emissionsfreien Züge im Kommen: In Hessen sollen im Rhein-Main-Verkehrsverbund 27 Brennstoffzellenzüge zum Fahrplanwechsel 2022/2023 auf die Schienen kommen. Weitere Züge folgen zwei Jahre später im bayerischen Mühldorf.

 
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