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Enerige & Management > Österreich - "Sind mit blauem Auge durch die Krise gekommen"
Bild: Fotolia.com, YuI
ÖSTERREICH:
"Sind mit blauem Auge durch die Krise gekommen"
Die Unternehmen der österreichischen E-Wirtschaft rechnen wegen der Corona-Krise mit einem Umsatzrückgang um 9 %. Dennoch halten 48 % an ihren Investitionsplänen fest.
 

Die österreichischen Stromversorger rechnen infolge der Covid-19-Pandemie mit Umsatzeinbußen von durchschnittlich etwa 9 %. Das zeigt eine Online-Umfrage im Auftrag des Branchenverbands „Oesterreichs Energie“.

Wie ein Sprecher des Verbands E&M mitteilte, wurde diese vom 21. bis 27. April durchgeführt. Befragt wurden sämtliche etwa 140 Mitglieder von Österreichs Energie, der Rücklauf lag bei 44 %. Rund 48 % der Befragten bekannten sich dazu, an den vor der Krise erstellten Investitionsplänen festzuhalten. Allerdings überlegen 42 %, die Pläne zu überarbeiten und Investitionen zu verschieben. Die übrigen 10 % haben sich noch nicht entschieden oder wollten die Frage nicht beantworten.

Das Ziel Österreichs, ab 2030 seinen Strombedarf national bilanziell zu 100 % mit erneuerbaren Energien zu decken, hält rund ein Drittel der Befragten für fristgerecht erreichbar. Zweifel haben jedoch 56 %. Und etwa 10 % gehen davon aus, dass das Ziel „sicher nicht“ zum angepeilten Zeitpunkt erreicht wird. Auf Nachfrage von E&M hieß es, die Stimmungslage in dieser Angelegenheit habe sich infolge der COVID-19-Pandemie nicht maßgeblich verändert.

Der Präsident von Österreichs Energie, Leonhard Schitter, erklärte in einer Mitteilung zu der Umfrage, die Einschätzung „spiegelt die Erfahrung einer Branche wider, die in den vergangenen Jahren zwar viele Programme, aber wenige Projekte erlebt hat. Es freut uns aber, dass die Regierung beim kommenden Konjunkturpaket dem Klimaschutz eine zentrale Rolle einräumen will. Das kann ich aus Sicht der Branche nur unterstützen“. Zumindest bislang sei die E-Wirtschaft „wirtschaftlich mit einem blauen Auge durch die Krise gekommen“. Nun müsse die Bundesregierung allerdings rasch die notwendigen Anreize für Investitionen in Erzeugungskapazitäten und Netze schaffen.

Laut der Umfrage fordern rund 66 % der Mitgliedsunternehmen von Österreichs Energie Anreize „für einen raschen Ausbau der erneuerbaren Energien Wasser, Wind und Photovoltaik“. Etwa 58 % plädieren für eine Beschleunigung der Genehmigungsverfahren, 48 % für einen generellen „Bürokratieabbau“. Überdies wünschen 46 % mehr Unterstützung der Politik für den Ausbau der Stromnetze.

Schitter resümierte, die E-Wirtschaft habe in der Krise erneut ihre Verlässlichkeit unter Beweis gestellt und die Stromversorgung gesichert. Nun sei die Politik am Zuge. Insbesondere das geplante Erneuerbare-Ausbau-Gesetz zur Neugestaltung der Ökostromförderung müsse „dringend“ beschlossen werden.


 
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