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Enerige & Management > Statistik - Sinkender Strombedarf bis Mitte des Jahrzehnts
Bild: Statistik_Bild shutterstock_747103051
STATISTIK:
Sinkender Strombedarf bis Mitte des Jahrzehnts
Corona und Effizienzsteigerungen lassen den Stromverbrauch bis Mitte des Jahrzehnts sinken, so eine Studie. Danach dürfte es dank E-Autos und Wärmepumpen wieder nach oben gehen.
 
Die „Mittelfristprognose zur deutschlandweiten Stromabgabe an Letztverbraucher für die Kalenderjahre 2021 bis 2025“ ist vom Fraunhofer ISI im Auftrag der deutschen Übertragungsnetzbetreiber auf Basis von Konjunkturprognosen erstellt worden. Ihr zufolge wird der Nettostrombedarf 2021 bei 510,3 Mrd. kWh (2020: 429 Mrd. kWh) liegen − und damit noch deutlich unter dem Vor-Pandemie-Niveau von 2019 mit 517,8 Mrd. kWh.

Für 2025 ist sogar lediglich ein Verbrauch von 502,2 Mrd. kWh prognostiziert. Grund sind vor allem Effizienzsteigerungen in allen strombasierten Anwendungsgebieten. Dieser Effekt wird zum Ende des Prognosezeitraums abgeschwächt durch eine steigende Stromnachfrage bei Verkehr, Gebäudewärme und IT. Nach 2025 könnte der bundesweite Strombedarf somit wieder ansteigen.

Für verschiedene Bereiche fällt die Entwicklung aber durchaus unterschiedlich aus: 
Für den „selbsterzeugten und sonstigen Letztverbrauch“ wird ein leichter Anstieg der Nachfrage bis 2025 prognostiziert. Die Ursachen dafür sind zum einen eine Zunahme des selbsterzeugten Letztverbrauchs aus PV-Anlagen sowie ein begrenzter Neubau von Anlagen für Kraftwärmekopplung in der Industrie. Die Strommenge steigt dadurch von 70,5 Mrd. kWh in 2019 auf 74,4 Mrd. kWh in 2025. 

Für die von Elektrizitätsunternehmen gelieferte Strommenge wird dagegen ein Rückgang prognostiziert. Das gilt sowohl für den normalen wie auch für den „privilegierten Letztverbrauch“ − also jenen Verbrauch von Industriebetrieben, die eine begrenzte EEG-Umlage zahlen. Diese Strommengen betragen laut Prognose 445 Mrd. kWh im Jahr 2021 und reduzieren sich bis 2025 auf 436 Mrd. kWh. 

Mit Ansteigen der Stromnachfrage erst mittelfristig zu rechnen

Beim privilegierten Letztverbrauch ist der prognostizierte Rückgang von 114,8 Mrd. kWh (2019) auf 112,7 Mrd. kWh (2021) beziehungsweise 107,9 Mrd. kWh (2025) vor allem zurückzuführen auf Effizienzsteigerungen in der Industrie sowie eine Begrenzung der Anzahl an Unternehmen, die zu einer geringeren EEG-Umlage berechtig sind.

Bei nicht-privilegiertem Letztverbrauch führen vor allem Effizienzsteigerungen im Bereich Industrie, Gewerbe, Handel und Dienstleistungen sowie bei den Haushalten dazu, dass die prognostizierte Nachfrage von 332,2 Mrd. kWh (2021) auf 328,4 Mrd. kWh (2025) sinken wird.

Marian Klobasa, Leiter des Geschäftsfelds Energiemanagement und Intelligente Netze am Fraunhofer ISI: „Kurzfristig ist mit einem leichten Rückgang der Stromnachfrage zu rechnen. Grund dafür sind die Covid-19-Pandemie und weitere Effizienzsteigerungen bei Stromanwendungen. Unter den derzeitigen Rahmenbedingungen rechnen wir erst mittelfristig mit einem Ansteigen der Stromnachfrage, insbesondere durch neue Stromanwendungen.“

Die Studie Mittelfristprognose zur deutschlandweiten Stromabgabe an Letztverbraucher für die Kalenderjahre 2021 bis 2025   kann auf der Website Netztransparenz.de heruntergeladen werden.
 
Die prognostizierte Entwicklung des Strombedarfs bis 2025 aufgeschlüsselt nach Sektoren (zur Vollansicht bitte auf die Grafik klicken)
Grafik: Fraunhofer ISI

 

 
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Freitag, 16.10.2020, 14:33 Uhr