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Enerige & Management > Wasserstoff - Speicher in norddeutschen Salzlagern möglich
Bild: Fotolia
WASSERSTOFF:
Speicher in norddeutschen Salzlagern möglich
Forscher sehen ausreichend Speichermöglichkeiten für Gas aus erneuerbaren Quellen. So passe allein in norddeutsche Salzkavernen fast das Zehnfache des aktuellen Primärenergieverbrauchs.
 
Noch wird Wasserstoff nur in geringen Mengen hergestellt. In einem zukünftigen Energiesystem soll er aber eine entscheidende Rolle spielen, um Schwankungen in der erneuerbaren Stromerzeugung auszugleichen und den Energieaustausch zwischen Wirtschaftssektoren zu ermöglichen. Sollte es dann nötig werden, Wasserstoff zu speichern, bieten sich laut Wissenschaftlern unterirdische Salzkavernen in Norddeutschland an.

Ein Team von RWTH Aachen, Forschungszentrum Jülich und Fraunhofer IEG hat in einer Studie im Fachmagazin „International Journal of Hydrogen Energy“ das europäische Speicherpotenzial beleuchtet. „Salzkavernen sind aufgrund der geringen Investitionskosten, der guten Abdichtung und des geringen Schutzgasbedarfs die vielversprechendste Option für große Speicher“, unterstreicht Peter Kukla, Leiter der Abteilung „Georesources“ am Fraunhofer IEG und Professor für Geologie an der RWTH Aachen.

In der Studie werden die Speicherkapazitäten der einzelnen Kavernen auf der Grundlage der standortspezifischen geologischen Daten und thermodynamischer Randbedingungen geschätzt. Das gesamte europäische Energiespeicherpotenzial in Form von Wasserstoff in Salzkavernen schätzt das interdisziplinäre Team auf 84,8 Mrd. MWh, wobei 23,2 Mrd. MWh an Land liegen und 61,6 Mrd. MWh auf See.

Auf Deutschland entfallen zusammen 35,7 Mrd. MWh, davon 9,4 Mrd. MWh an Land, zumeist in Norddeutschland. Das wäre mehr als ausreichend, da der deutsche Primärenergieverbrauch im Jahr 2018 bei rund 3,64 Mrd. MWh lag. Im Vergleich dazu liege das Potenzial für Pumpspeicherkraftwerke in Europa nur bei etwa 0,123 Mrd. MWh, konstatieren die Forscher.

 
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