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Enerige & Management > Unternehmen - Stadtwerke Berlin schieben Ökostromproduktion an
Bild: Wikimedia, Adamantios
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Stadtwerke Berlin schieben Ökostromproduktion an
Die Berliner Wasserbetriebe und ihre Tochter, die Berliner Stadtwerke, sehen sich als wichtige Ökostromproduzenten und starke Treiber der Energiewende in der Hauptstadt.
 
Der größte Ökostromerzeuger Berlins ist ein kommunales Versorgungsunternehmen. „Mit unserer Tochter, den Berliner Stadtwerken, sind wir inzwischen zum größten Ökostromerzeuger in Berlin aufgestiegen“, sagte Jörg Simon, Vorstandsvorsitzender der Berliner Wasserbetriebe (BWB), bei der Jahrespressekonferenz des Unternehmens.

Die seit 2013 wieder vollständig kommunal bestimmten BWB erzeugten im letzten Jahr rund 90 Mio. kWh grünen Strom aus Klärgas, Klärschlamm, Wind und Sonne vor allem für den eigenen Verbrauch. Die produzierte Menge entsprach knapp 30 % des Gesamtverbrauchs des Unternehmens (305 Mio. kWh) oder etwa 70 % des für die Klärwerke der Stadt benötigten Stroms.

Maßgeblichen Anteil an der Grünstromproduktion hatten drei Windkraftanlagen mit 6 MW Leistung auf dem Gelände des Klärwerks Schönerlinde. Aber auch fünf mit Klärgas betriebene Blockheizkraftwerke, zwei Mikrogasturbinen, eine Klärschlammverbrennung und Photovoltaikanlagen auf dem Gelände des Wasserwerks Tegel und einer Rohrnetzbetriebsstelle trugen zur hohen Eigenproduktion von Strom bei. Ziel der BWB sei, ihre Anlagen auf lange Sicht energieautark betreiben zu können, erklärte Simon.

Die BWB-Tochter Berliner Stadtwerke hat in den vergangenen zwei Jahren in erheblichem Umfang Ökostrom-Erzeugungskapazitäten aufgebaut. Von insgesamt 13 MW Photovoltaikleistung, die 2016 und 2017 in der Hauptstadt in Betrieb genommen wurden, gehen allein 5,3 MW, also 40 %, auf das Konto der Stadtwerke.

Mieterstromangebot weiter ausbauen

Insgesamt kommt der kommunale Hauptstadtversorger inzwischen auf 21 MW Windenergie- und 7 MW PV-Kapazitäten. Wirtschaftssenatorin Ramona Popp (Grüne) lobte die BWB und ihre Tochter als „aktive Treiber der Energiewende in Berlin“. Der Umbau der Energieversorgung in der Hauptstadt sei „auf gutem Weg“.

Mit ihren Kapazitäten könnten die Stadtwerke bereits rund 24 000 Haushalte mit Ökostrom versorgen. Bis Ende 2017 kam das Unternehmen jedoch erst auf 7 000 Kunden; bis zum Jahresende sollen es 15 000 sein. Bei der Kundenakquise wartet also noch viel Arbeit auf den Versorger.

Bei den Mieterstromprojekten, einer weiteren zentralen Aufgabe der Stadtwerke, geht es voran. Der Versorger hat im vergangenen Jahr 69 PV-Anlagen zur Produktion von Mieterstrom errichtet. In den damit versorgten Häusern konnten bislang zwischen 15 und 30 % der Bewohner als Mieterstrombezieher gewonnen werden.

Das Angebot soll in Zusammenarbeit mit kommunalen Wohnungsgesellschaften weiter ausgebaut werden, kündigte Simon an. Zur schnelleren Erschließung der PV-Potenziale Berlins haben die Stadtwerke und die großen Wohnungsbaugesellschaften im letzten Jahr eine Mieterstromplattform vereinbart.

Als weitere wichtige Aufgabe sehen die Stadtwerke die energetische Sanierung von Landesimmobilien. Dafür hat sich das Unternehmen eine Struktur gegeben, die eine Inhouse-Auftragsvergabe des Landes Berlin ermöglicht.

In ihrem Hauptgeschäft, der Trinkwasserver- und Abwasserentsorgung, setzten die Berliner Wasserbetriebe 2017 knapp 1,1 Mrd. Euro um und erwirtschafteten ein Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit (Ebit) von 237,97 Mio. Euro. Der Jahresüberschuss lag bei rund 135 Mio. Euro. Insgesamt wurden rund 205 Mio. m3 Trinkwasser verkauft und 262 Mio. m3 Abwasser gereinigt. Bis 2023 wollen die BWB insgesamt 2,3 Mrd. Euro in ihre Infrastruktur investieren.

 
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Dienstag, 03.04.2018, 17:09 Uhr