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Enerige & Management > Bilanz - Stadtwerke Speyer bleiben im Plus
Bild: Fotolia/Kurhan
BILANZ:
Stadtwerke Speyer bleiben im Plus
Die Stadtwerke Speyer sind glimpflich aus dem Corona-Jahr 2020 herausgekommen. Selten bei kommunalen Verkehrsbetrieben: Auch diese Sparte schreibt schwarze Zahlen.
 
Coronabedingte Mindereinnahmen beim Sport- und Erlebnisbad, denen gleich hohe Kosten und keine staatlichen Hilfen gegenüberstanden, haben 2020 den Gewinn der Stadtwerke Speyer etwas geschmälert. Dagegen federte das pfälzische Kommunalunternehmen geringere Energieumsätze vor allem bei den Geschäftskunden im Energieeinkauf ab, teilte Geschäftsführer Wolfgang Bühring nach einer Aufsichtsratssitzung mit. Die Covid-Folgen seien in der Strom- und Gassparte "nicht so gravierend wie zunächst befürchtet", erklärte er.

Lob vom Eigentümer

Der Bilanzgewinn sank 2020 um 10 % auf 2,9 Mio. Euro und damit stärker als der Umsatz, der um gut 6 % auf 112 Mio. Euro zurückging. 1,5 Mio. Euro gehen in den Stadtsäckel, 1,4 Mio. in die Gewinnrücklage. Das erhöhte Eigenkapital sei, so Bühring, nötig für die Risiken in der Energiebeschaffung, den erwarteten geringeren Energieverbrauch, die strengere Netzregulierung und die defizitäre Bädersparte sowie für weitere Investitionen in Ökostromerzeugung und in neue digitale Infrastruktur wie etwa ein Lorawan-Funknetz. Aufsichtsratschefin OB Stefanie Seiler (SPD) lobte die "vorausschauende Planung und kluges Handeln" von Bühring und der 263-köpfigen Belegschaft.

Die Investitionen blieben 2020 mit 7,4 Mio. Euro stabil. Davon flossen 1,5 Mio. in das Stromverteilnetz inklusive E-Ladestationen, je 1 Mio. in das Gasverteilnetz und die Erweiterung des Wärmenetzes. In den Glasfaserausbau in der Stadt wurden 0,9 Mio. Euro gesteckt.
 
Wolfgang Bühring, Alleingeschäftsführer der Stadtwerke Speyer, hat fürs Corona-Jahr 2020 Lob von der Oberbürgermeisterin bekommen
Bild: Stadtwerke Speyer

Eine Verkehrssparte mit schwarzen Zahlen

Ein in der Kommunalwirtschaft seltener Aktivposten im steuerlichen Querverbund ist die Tochter Verkehrsbetriebe Speyer. Sie lieferte mit 0,1 Mio. Euro einen praktisch unveränderten Gewinn ab. Die Verkehrssparte umfasst in Speyer über den üblichen Stadtbusverkehr und die Parkraumbewirtschaftung hinaus unter anderem eine Rheinfähre, einen Hafen und ein Industriegleis.
 

Georg Eble
Redakteur
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Dienstag, 06.07.2021, 12:45 Uhr

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