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Enerige & Management > Bilanz - Stadtwerke Ulm bestätigen Gewinn des Vorjahres
Bild: Andrey Popov, Fotolia
BILANZ:
Stadtwerke Ulm bestätigen Gewinn des Vorjahres
Die Verantwortlichen des gemeinsamen kommunalen Versorgers der Städte Ulm und Neu-Ulm blicken zufrieden auf 2019 zurück und warnen vor deutlichen Einbußen im laufenden Jahr.
 
Im Geschäftsjahr 2019 konnten die Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm einen Konzernüberschuss von 3,3 Mio. Euro erwirtschaften. Dieser entspricht dem Gewinn von 2018. „Es ist das dritte Jahr in Folge, dass wir nach verlustreicher Zeit klar in die Gewinnzone kommen. Die Konsolidierung stabilisiert sich und kommt auch über einzelne Verlustfaktoren hinweg“, sagt Geschäftsführer Klaus Eder. Dies zeige sich beispielsweise auch im kontinuierlichen Abbau des bilanziellen Verlustvortrags der vergangenen Jahre.

Angesichts der Corona-Pandemie zeichnen sich allerdings schon jetzt für 2020 „deutliche Verluste“ ab, obwohl das Unternehmen bereits gegensteuere. „Noch ist unklar, inwieweit uns der ÖPNV-Rettungsschirm hilft“, so Eder.

Laut einer Mitteilung der Stadtwerke geht der Erfolg im vergangenen Geschäftsjahr vor allem auf gute Ergebnisse im Kerngeschäft zurück. Der Absatz von Trinkwasser sei gut gewesen, begünstigt durch den heißen Sommer 2019. Auch mit dem Wärmeabsatz sind die Verantwortlichen in der Donaustadt zufrieden. „Gute Erlöse“ über den Stromhandel habe darüber hinaus die höhere Erzeugung im Neu-Ulmer Heizkraftwerk Bradleystraße erbracht. Die KWK-Anlage dort profitiere außerdem vom Umweltbonus.

„Das Brot- und-Butter-Geschäft“ sei wie im Jahr zuvor auch 2019 wieder mit einem Dienstleistungsportfolio abgerundet worden. Dazu gehören etwa die Einrichtung und der Betrieb von Trafostationen für große Stromkunden, die Umrüstung der Straßenbeleuchtung für umliegende Städte und Gemeinden, Bau und Betrieb von Heizanlagen sowie die Energieabrechnung. Auch der Ausbau des Ladenetzes und die damit verbundenen Services für private Haushalte, seien Indizien dafür, dass sich der Charakter der Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm immer stärker hin zu einem Dienstleister verschiebe, betont Eder. „Teilweise neu entwickelte Dienstleistungen rund um Infrastruktur und Energie haben mit einem Plus von rund 1,2 Mio. Euro zum Gesamterfolg beigesteuert“, so der Geschäftsführer.

Für den Geschäftsbereich Verkehr steht ein Fehlbetrag zu Buche


Auch die positive Entwicklung der Tochtergesellschaft SWU Telenet passt in dieses Bild. Sie konnte nach einem Gewinn von 0,9 Mio. Euro im Jahr 2017 und 1,5 Mio. Euro im Jahr 2019 im abgelaufenen Geschäftsjahr ein Plus von 1,2 Mio. Euro erzielen. „Es verzinsen sich die Investitionen, mit denen der Ausbau des Breitbandnetzes vorangetrieben wurde“, freut sich Eder.

Die Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm Netze GmbH konnte ihren Gewinn von 12,3 Mio. Euro auf 13,7 Mio. Euro steigern, während die SWU Energie einen Überschuss von 22,8 Mio. Euro erwirtschaftete (2018: 20,6 Mio. Euro). Dagegen verschlechterten hohe Abschreibungen für den Straßenbahnbau und gestiegene Betriebskosten für das gewachsene Linien-Netz des ÖPNV das Ergebnis des Geschäftsbereichs Verkehr. Hier steht für 2019 ein Fehlbetrag von 20,5 Mio. Euro zu Buche. Im Jahr 2018 war das Minus mit 16,2 Mio. Euro noch deutlich geringer ausgefallen.
Die Investitionen im Jahr 2019 beziffern die Stadtwerke mit rund 76 Mio. Euro.
 
Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm in Zahlen
  2019 2018
Umsatz 492 Mio. Euro 471 Mio. Euro
Konzernergebnis/Gewinn 3,3 Mio. Euro 3,3 Mio. Euro
Stromverkauf 1.164 Mio. kWh 1.165 Mio. kWh
Erdgasverkauf 1.635 Mio. kWh 1.590 Mio. kWh
Fernwärmeverkauf 87,1 Mio. kWh 83,9 Mio. kWh
Trinkwasserverkauf 11,5 Mio. Kubikmeter 11,0 Mio. Kubikmeter
Internet und Telefonie 10.350 Kunden 9.212 Kunden
Nahverkehr 40,8 Mio. Fahrgäste 36,8 Mio. Fahrgäste
Personal (31.12.2019) 956 Mitarbeiter 947 Mitarbeiter
Quelle:Stadtwerke Ulm
 

 
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