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Enerige & Management > Unternehmen - Stadtwerketagung präsentiert neue Geschäftsmodelle
Bild: Fotolia.com, nmann77
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Stadtwerketagung präsentiert neue Geschäftsmodelle
Vom 13. bis 15. Mai findet in Berlin das große unabhängige Treffen der deutschen Stadtwerke statt. Neben Konzepten für neue Geschäfte geht es auf der Euroforum-Veranstaltung auch um die Optimierung des laufenden Betriebes. Erwartet werden über 450 Teilnehmer und mehr als 40 Referenten, die größtenteils aus dem Management kommen.
 
Mit welchen Geschäftsmodellen sichern sich Stadtwerke Zukunftsmärkte? Das ist eine der zentralen Fragen, um die sich die Euroforum-Jahrestagung Stadtwerke in Berlin, die in diesem Jahr schon zum 18. Mal stattfindet, drehen wird. Die Referenten werden ihre Konzepte und Expertise vorstellen, wie sich die Zukunft von Stadtwerken sichern lässt.

Zum Thema Vertrieb wird es auf der Konferenz vor allem um folgende Fragen gehen: Welche Vertriebskanäle sind heute erfolgversprechend? Sind Kundenzentren noch zeitgemäß? Wie lässt sich zusätzliches Wissen über Kunden generieren und sinnvoll nutzen? Welchen Nutzen bieten Vertriebskooperationen? Wie formt man starke Marken? Referate kommen hierzu von führenden Managern der EWE AG, der NEW Niederrhein Energie und Wasser und den Stadtwerken Coesfeld.

Mit Blick auf den Bereich erneuerbare Energien wird erörtert: Wie ändert die bevorstehende Pflicht zur Direktvermarktung das Geschäftsmodell für Wind- und Solarenergie für die Kommunalversorger? Wie lassen sich Anlagen marktorientiert planen und betreiben? Wie wird sich der Ausgleichsenergiemarkt ändern? Welche Renditeerwartungen und Amortisationszeiten zeichnen sich durch die bevorstehende Änderung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes ab? Gibt es Möglichkeiten, Ökostromanlagen zu bauen und zu betreiben, ohne die Förderung des EEG in Anspruch nehmen zu müssen? Lohnt sich schon der Einsatz von Speichern? Dazu werden unter anderem Vertreter der Bundesregierung, von Next Kraftwerke, der Stadtwerke Tübingen und der Wemag aus Schwerin informieren. Zur Diskussion der politischen Rahmenbedingungen werden neben dem Energie-Staatssekretär Rainer Baake und dem Präsidenten der Bundesnetzagentur, Jochen Homann, die BDEW-Hauptgeschäftsführerin Hildegard Müller und der VKU-Hauptgeschäftsführer Hans-Joachim Reck erwartet.

Unter dem Titel „Moderne Geschäftsmodelle“ wird die Tagung unter anderem die Frage erörtern, ob Stadtwerke ihren Kunden helfen sollen, ihren Strom künftig selbst zu produzieren. Dadurch verlieren die örtlichen Versorger zwar beim Stromabsatz, vermeiden aber gleichzeitig, dass sie die Kunden komplett verlieren. So können sie mit Anlagenbetrieb und Dienstleistungen weiter verdienen. Genauso stellt sich die Frage, ob die Kommunalversorger ihren Kunden helfen sollten, ihre Stromnachfrage an das Angebot im Stromnetz anzupassen (Demand-Response-Management) und so ihre Stromkosten zu senken. Außerdem wird erörtert, wie sich der Trend zu intelligenten Stromzählern für die Unternehmen am besten nutzen lässt, und wie sich daraus neue Geschäfte kreieren lassen. Hierzu werden Manager der rhenag Rheinische Energie, der Thüga und von Dong Energy sprechen. Verantwortliche des Stadtwerke-Netzwerkes Trianel werden beschreiben, welche unternehmerischen Chancen die Energiewende für die Kommunalversorger gerade im Bereich Neugeschäft bringen: Welche Wachstumsmöglichkeiten gibt es hinter dem Hausanschluss? Welche Potenziale liegen im Smart Metering? Wie lässt sich mit den Themen Energieeffizienz im Wärmemarkt Geld verdienen? Wo liegt im Spannungsfeld zwischen Eigenerzeugung und Entsolidarisierung die Chance für neue Geschäfte?

Zum Thema Erdgas werden Jens Apelt von Creos, Stefan Grützmacher von der Berliner GASAG, Helmut Kusterer von der Gasversorgung Süddeutschland und Ludwig Möhring von Wingas die neuen Rahmenbedingungen diskutieren. 
Geändert haben sich die Zeiten aber auch in Hinblick auf die Finanzierung von Stadtwerken: Die Banken müssen striktere Eigenkapitalvorgaben einhalten, was für die Versorger die Kapitalbeschaffung erschwert. Gleichzeitig müssen die Stadtwerke trotz schwieriger werdenden Geschäfts versuchen, die Renditeerwartungen ihrer Eigentümer zu erfüllen und nach neuen Finanztöpfen für Investitionen im Bereich erneuerbare Energien Ausschau halten. Die Referenten dazu kommen unter anderem von der Deutschen Bank und aus Kommunen sowie aus dem Vorstand der DSW21 Dortmunder Stadtwerke AG. Auch bei der Verleihung des Stadtwerke-Awards wird es um neue Geschäfte gehen. Ausgezeichnet werden die besten Konzepte zum Thema „Neue Geschäftsmodelle für die Energiewende“.
Aber auch die Optimierung des laufenden Geschäftes stellt einen wichtigen Schwerpunkt der Tagung dar. Im Forum zur Geschäftsprozessoptimierung wird unter anderem erörtert, welche neuen Informationstechnik-Systemarchitekturen benötigt werden, und welcher Handlungsbedarf durch neue regulatorische Vorgaben entsteht. Beleuchtet wird auch die Frage, ob es die neuen Anforderungen sinnvoll machen, die Informationstechnik weitgehend an professionelle Anbieter auszulagern, und wie IT dabei helfen kann, das Management von Geschäftsprozessen zu optimieren.

 
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Donnerstag, 03.04.2014, 09:02 Uhr