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Enerige & Management > Elektrofahrzeuge - Strommix entscheidend für Ökobilanz
Bild: JiSIGN / Fotolia
ELEKTROFAHRZEUGE:
Strommix entscheidend für Ökobilanz
Die Debatte um die Klimafreundlichkeit von E-Fahrzeugen will die Forschungsstelle für Energiewirtschaft (FEE) durch eine Analyse der CO2-Bilanz bei der Batterieproduktion versachlichen. 
 
Für viel Wirbel in der Diskussion um E-Fahrzeuge hatte 2017 die Studie "The Life Cycle Energy Consumption and Greenhouse Gas Emissions from Lithium-Ion Batteries" des schwedischen Umweltforschungsinstituts IVL gesorgt. Sie war zu dem Schluss gekommen, dass Elektrofahrzeuge aufgrund von CO2-Emissionen bei der Batterieproduktion zum Teil sehr lange gefahren werden müssen, ehe sie einen ökologischen Vorteil gegenüber Autos mit Verbrennungsmotoren bieten. Für einen Tesla S etwa kam die Studie auf acht Jahre. Allerdings bezog sich diese auf bereits existierende Erhebungen und teilweise nicht mehr aktuelle Produktionsmethoden.

Für mehr Sachlichkeit in der Diskussion hat sich das FFE mit Sitz in München nun noch einmal gezielt mit der CO2-Produktion bei der Herstellung von Lithium-Ionen-Akkus beschäftigt. Bei der Ermittlung der energiebedingten Treibhausgasemissionen je kWh produzierter Batteriekapazität kommt es auf einen Wert von 106 kg CO2-Äquivalent pro kWh. Das Ergebnis ist laut den Experten aber stark abhängig vom Stand der Technik des Produktionsprozesses sowie von dem Standort der Produktionsanlage.

Wie lange die "Amortisationsdauer" eines Elektrofahrzeugs im Vergleich zu einem Verbrenner ist, hängt wiederum vom verwendeten Strommix beim Laden der Batterien ab. Beim Laden mit dem aktuellen deutschen Strommix (Erneuerbaren-Anteil 29 %) schneidet ein E-Auto mit 30 kWh Batteriekapazität nach etwa 50 000 gefahrenen Kilometern aus Emissionssicht besser ab als ein Benzinfahrzeug, entsprechend nach 3,6 Jahren mit einer durchschnittlichen jährlichen Fahrleistung von 14 000 Kilometern. Kommt der Ladestrom hingegen komplett aus erneuerbaren Quellen wie etwa der Photovoltaik, reduziert sich die Zeitdauer auf nurmehr 1,6 Jahre.

Die FEE-Experten kommen zu drei klaren Erkenntnissen:
  • Ein elektrisch betriebenes Fahrzeug weist schon heute eine erheblich bessere Effizienz auf als ein Fahrzeug mit Verbrennungsmotor.
  • Der erhöhte Energieaufwand für die Herstellung von E-Fahrzeugen - vor allem für die Traktionsbatterie - schmälert diesen Vorteil.
  • Jedoch besteht gerade bei der Produktion der Fahrbatterien noch erhebliches Optimierungspotenzial.

Das Papier "Klimabilanz von Elektrofahrzeugen – Ein Plädoyer für mehr Sachlichkeit" kann als PDF auf der Website der FEE   heruntergeladen werden.

 
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