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Enerige & Management > Strom - Strompreise für deutsche Haushalte bleiben hoch
Bild: Fotolia
STROM:
Strompreise für deutsche Haushalte bleiben hoch
Bei den Energiekosten ist für die Haushalte in Deutschland keine Entlastung in Sicht, obwohl der Bund viele Milliarden Euro in die Deckelung der EEG-Umlage steckt. 
 
(dpa) − Die Milliardensummen, mit denen der Bund einen kräftigen Anstieg der Ökostrom-Umlage stoppt, haben nur eine begrenzte Wirkung auf den Strompreis in Deutschland, so die Deutsche Presseagentur mit Bezug auf Auswertungen der Vergleichsportale Verivox und Check24. Eine spürbare Entlastung der Verbraucher ist demnach nicht in Sicht. 

Nach Angaben von Verivox haben bislang 45 Grundversorger Preissenkungen von durchschnittlich 1,8 % angekündigt. Für eine Familie mit einem Jahresverbrauch von 4.000 kWh bedeute das eine Entlastung von 24 Euro. Gleichzeitig hätten 42 Grundversorger Preissteigerungen von durchschnittlich 2,4 % mitgeteilt, was Mehrkosten von 31 Euro entspreche. 

​Stagnierende Strompreise in 2021

Check24 zählt etwas anders. Nach Angaben des Portals wollen 59 Grundversorger Anfang kommenden Jahres den Strompreis erhöhen oder haben dies bereits in den vergangenen Wochen getan. Im Durchschnitt betragen die Preiserhöhungen demnach 4,6 %. Für einen Musterhaushalt mit einem Verbrauch von 5.000 kWh bedeutet das zusätzliche Kosten von durchschnittlich 74 Euro pro Jahr. Eine Preissenkung hätten dagegen 47 Grundversorger angekündigt - im Schnitt um 2,4 %. 

„Die Mehrheit der Stromanbieter sieht trotz gedeckelter EEG-Umlage derzeit offenbar keinen Spielraum für günstigere Preise“, so ein Sprecher von Verivox. Daher rechne das Vergleichsportal für das kommende Jahr mit stagnierenden Strompreisen auf hohem Niveau. Durch die leicht sinkende EEG-Umlage würden die Kosten für einen Musterhaushalt um rund 10 Euro im Jahr zurückgehen. Gleichzeitig stiegen jedoch die anderen Abgaben und Umlagen um rund 4 Euro. Bei den Marktbeobachtern von Check24 heißt es sogar: „Es wird in jedem Fall teurer.“
  Reaktion der Verbraucherzentrale NRW

Die Verbraucherschützer sind angesichts der Preisentwicklung verärgert: „Obwohl EEG-Umlage und Beschaffungskosten sinken, geben die meisten Energieversorger diese Vorteile nicht weiter, sondern gehen auf Tauchstation“, kritisierte Udo Sieverding von der Verbraucherzentrale NRW. „Dabei war die Senkung der Strompreise von der Bundesregierung als Gegenmaßnahme zur CO2-Bepreisung bei Öl und Gas gedacht.“ Das sei für die Verbraucher „doppelt ärgerlich“. 

Ohne den Eingriff des Staates wäre die Umlage zur Förderung der erneuerbaren Energien im kommenden Jahr auf fast 9,7 Cent gestiegen, von knapp 6,8 Ct in diesem Jahr. Der Bund hat aber beschlossen, die Umlage 2021 auf 6,5 Ct zu deckeln und im Jahr 2022 auf 6,0 Ct. Das kostet rund 11 Mrd. Euro aus dem Bundeshaushalt. Daneben sollen ab 2021 Einnahmen aus der CO2-Bepreisung für die Bereiche Verkehr und Gebäude verwendet werden, um die EEG-Umlage zu stabilisieren. 

Die Strompreise für die Haushaltskunden sind in diesem Jahr kräftig gestiegen. Die Bundesnetzagentur hat einen Durchschnittspreis von 32,05 Ct/kWh (Stichtag 1. April 2020) errechnet. Das sind 4 % mehr als ein Jahr zuvor. Deutschland hat damit neben Dänemark die höchsten Strompreise in der EU. 

 
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Donnerstag, 19.11.2020, 11:03 Uhr