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Enerige & Management > Vertrieb - Strompreisgefälle zwischen Stadt und Land
Bild: Fotolia, Silviu G Halmaghi
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Strompreisgefälle zwischen Stadt und Land
Haushalte in ländlichen Regionen zahlen tendenziell weniger für ihren Strom als Städter. Zu diesem Ergebnis kommen die Marktbeobachter von Check 24.
 
Den größten Preisunterschied zwischen Land und Stadt deckt das Vergleichsportal in Mecklenburg-Vorpommern auf: Bei einem durchschnittlichen Jahresverbrauch von 4.250 kWh müsse demnach „ein städtischer Haushalt rund 117 Euro mehr zahlen als ein Haushalt auf dem Land für die gleiche Menge Strom − ein Unterschied von 9 %. Auch in Schleswig-Holstein (plus 80 Euro) und im Saarland (plus 39 Euro) gäbe es vergleichsweise hohe Unterschiede beim Strompreis, wie das Portal mitteilt.

Generell sei der Strom in ländlichen Regionen um die 2 % beziehungsweise um rund 25 Euro teurer, heißt es weiter.
 
Insbesondere im Bundesland Mecklenburg-Vorpommern ist beim Strompreis die Differenz zwischen Stadt und Land am größten
Quelle: Check 24

Allein in den beiden Bundesländern Hessen und Thüringen existiert das Stadt-Land-Phänomen laut Check 24 nicht: Dort profitieren die Landbewohner gegenüber den Städtern von minimal günstigeren Strompreisen.

Gründe für unterschiedlich hohe Netzentgelte

Das Portal begründet diese regional bedingten Preisunterschiede mit den jeweils unterschiedlich hohen Netznutzungentgelten, die etwa ein Viertel des Strompreises ausmachen: „In ländlichen Regionen werden die Netznutzungsentgelten aufgrund der geringen Einwohnerdichte auf weniger Schultern verteilt“, so Geschäftsführer Lasse Schmid. Außerdem würden die Investitionen in die Energiewende − sprich der Anschluss von Wind- und Solaranlagen − insbesondere auf dem Land getätigt. „Die Kosten dafür legen die Betreiber des örtlichen Verteilnetzes anteilig auf die Stromkunden um“, so Schmid.

Die Kosten für die Stromnetze sind insbesondere in den drei Bundesländern Schleswig-Holstein, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern relativ hoch, wie die Bundesnetzagentur mitteilt. Die niedrigsten Netzkosten hätten dagegen im vergangenen Jahr die Haushalte in Nordrhein-Westfalen, Berlin und Bremen gehabt. Als Grund für die unterschiedlich hohen Netzentgelte gibt die Netzagentur etwa die unterschiedliche Dimensionierung der Netze an: In den neuen Bundesländern seien sie etwa zu groß ausgelegt und daher zum Teil nicht genügend ausgelastet. Ältere Netze mit geringen Restwerten würden zudem zu geringeren Kosten als neue Netze führen. 

Seit 2019 werden die Entgelte für die großen Übertragungsnetze, die einen Teil der gesamten Leitungskosten ausmachen, bundesweit vereinheitlicht. Ab Anfang 2023 sollen sie in Deutschland überall gleich hoch sein.

 
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