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Enerige & Management > F&E - Test für Phosphor-Recycling
Bild: alphaspirit / Fotolia
F&E:
Test für Phosphor-Recycling
Die RWE Power AG will ab 2021 in einer Pilotanlage Phosphor aus Klärschlamm zurückgewinnen.
 
Um die für die Rückgewinnung nötigen Prozessschritte zu erproben, errichtet RWE im Innovationszentrum Niederaußem eine Versuchsanlage. Der Auftrag für den Bau der sogenannten Multi-Fuel-Conversion-Anlage (MFC) wurde jetzt erteilt, wie das Unternehmen bekanntgab. Gebaut wird die Anlage, die im Sommer 2021 in Betrieb gehen soll, von der Thermischen Apparate Freiberg GmbH (TAF).
 
Die Versuchsanlage ist Teil des virtuellen „Innovations- und Technologiezentrums zur stofflichen Nutzung nachhaltiger Kohlenstoffquellen“ (ITZ-CC) in Nordrhein-Westfalen. Daran beteiligt sind RWE, Fraunhofer Umsicht und die Ruhr-Universität Bochum. Das Technologiezentrum wird durch das Wirtschaftsministerium des Landes NRW gefördert.
 
Zur Rückgewinnung des Phosphors werden in der Versuchsanlage Gemische von Klärschlamm, Klärschlamm-Asche und Braunkohle unter Sauerstoffmangel auf 1 500 °C erhitzt. Dabei entsteht gasförmiger Phosphor, der – möglichst rein abgeschieden – zu Phosphorsäure verarbeitet werden kann.
 
Außerdem werden bei dem Prozess unter Sauerstoffmangel kohlenstoffhaltige Verbindungen nicht verbrannt sondern in ein Synthesegas umgewandelt, das aus Kohlenmonoxid (CO) und Wasserstoff besteht. Dieses kann in der chemischen Industrie eingesetzt werden.
 
Das Verfahren soll dank der Wiedergewinnung von Phosphor und Kohlenstoff einen wichtigen Beitrag für eine künftige Kreislaufwirtschaft leisten. Das Recycling ist laut RWE nicht nur mit Klärschlamm möglich, sondern auch mit anderen kohlenstoffhaltigen Materialien wie Abfällen oder Biomasse.
 
Phosphor wird für die Herstellung von Kunstdünger benötigt. Bisher gewinnt man ihn aus Mineralien, die importiert werden müssen. Die Rückgewinnung aus Klärschlamm kann den Importbedarf senken.
 
Das Phosphor-Recycling aus Klärschlamm wird ab 2029 in Deutschland Pflicht. Immer mehr Klärschlamm muss in Deutschland verbrannt werden, weil immer weniger davon als Dünger ausgebracht werden darf.

 
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