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Enerige & Management > IT - Trend zur Modularisierung
Bild: itestroorig / Fotolia
IT:
Trend zur Modularisierung
Der BEMD hat untersucht, wie sich Softwareanbieter in der Energiewirtschaft den sich wandelnden Anforderungen des Marktes stellen.
 
Mit einer zweiten Umfrage 2019 nach der ersten Erhebung 2017 hat der Bundesverband der Energiemarktdienstleister (BEMD) sein Ziel, einen vollständigen Marktüberblick über die Abrechnungssysteme in der Energiewirtschaft zu geben, weitgehend erreicht. Die vollständigen Ergebnisse der Analyse von 21 Anbietern mit 22 IT-Lösungen wurden nun vom BEMD veröffentlicht und sollen in einer Konferenz Anfang September in Frankfurt am Main im Detail vorgestellt und diskutiert werden.

Die erste Untersuchung vor etwa drei Jahren bezog sich auf 14 Anbieter, die anhand eines Katalogs von 70 Hauptkriterien und 289 Datenfeldern bewertet wurden. Dabei ging es um konkrete Softwareanwendungen, die die Prozesskette vom Zähler bis zur Abrechnung und zum Zahlungseingang abbilden: unter anderem um das Vertragsmanagement, die Prozesse im Messwesen, die Einspeiseabrechnung, die Verbrauchsabrechnung von Kunden nach Standardlastprofil oder registrierender Leistungsmessung sowie die Funktion der Rechnungsprüfung.

Angesicht einer sich stetig wandelnden Energiewirtschaft mit zunehmender Komplexität reichte der damals gewählte Betrachtungshorizont nicht mehr aus. Neue Technologietrends wie Process Mining oder Robotic Process Automation mussten berücksichtigt werden. „Diese Entwicklung spiegelt sich in unserem erweiterten Fragenkatalog wider“, betont Schöbe, Leiter der Arbeitsgruppe „Meter to Cash“ beim BEMD, im Gespräch mit E&M.

Trend zur Modularisierung vor allem im Vertrieb

Eine weitere Erkenntnis hat die jüngste Auflage der Transparenzinitiative maßgeblich geprägt: Die Nutzer stellen sich immer häufiger die Frage, ob monolithische Lösungen der Komplexität des Marktes tatsächlich noch gerecht werden können. „Deshalb haben wir auch die Plattformfähigkeit der jeweiligen Software untersucht“, so Schöbe.

Michael Utecht, Director Digital Business bei SAP, sieht gerade im Vertrieb einen Trend zur Modularisierung. Wer ein neues Geschäftsmodell starte, wünsche sich in der Regel Flexibilität, um schnell umsteuern, anpassen oder auch einzelne Dienstleistungen wieder zurückfahren zu können, so Utecht, der bei SAP Deutschland für das Business Development im Segment der Energieversorger verantwortlich ist.
 
Der BEMD hat untersucht, ob die IT-Anbieter auch neue Geschäftsmodelle abbilden können
Quelle: BEMD

Daher haben die Experten des BEMD auch untersucht, inwieweit die IT-Anbieter mit ihren Lösungen auch neue Geschäftsmodelle jenseits des klassischen Kilowattstundenverkaufs unterstützen können. Dabei haben sie festgestellt, dass 91 % der Softwareunternehmen sogenannte Non-Commodity-Produkte abbilden und 82 % fertige Produkte für Mieterstromangebote haben.

Schöbe, der im Hauptberuf Vice President Consulting beim IT-Dienstleister Gisa ist, weist darauf hin, dass die Experten des BEMD die Ergebnisse der Umfrage sehr gut plausibilisieren und auch verifizieren können. Denn so wie Gisa mit SAP und Wilken zusammenarbeitet, bringen alle Mitglieder der Arbeitsgruppe „Meter to Cash“ aus ihren jeweiligen Häusern wie der Regiocom, HSAG oder Thüga Smart Service ihren tieferen Einblick in die Systeme anderer Anbieter ein. Ein Code of Conduct verhindert, dass es unzulässige Absprachen gibt, die die Marktübersicht verfälschen, und dass interne Informationen aus dem Arbeitskreis an die IT-Firmen weitergegeben werden. „Wir sind froh, dass wir ein solches Instrument haben und werden alles dafür tun, es als unabhängige Marktübersicht zu erhalten“, verspricht Schöbe.

Den vollständigen Beitrag zur Transparenzinitiative Meter to Cash mit einer ausführlichen Tabelle lesen Sie in der nächsten Print-Ausgabe von Energie & Management sowie demnächst auf E&M powernews.

 
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Freitag, 29.05.2020, 17:01 Uhr