
Bild: iStock, Frank Harms
WASSERSTOFF:
Ukraine will Partner für Wasserstoff sein
Die Ukraine will den heimischen Wasserstoffmarkt entwickeln und sich als Wasserstofflieferant für Deutschland etablieren.
Die Ukraine sei bestrebt, für die Europäische Union ein vollwertiger Partner bei der Umsetzung der europäischen Wasserstoffstrategie
zu werden. Erhebliches Produktionspotenzial und die verfügbare Infrastruktur kämen dem entgegen. Dies bekräftigte der ukrainische
Premier Denys Schmyhal in seiner Videobotschaft beim ersten "Deutsch-Ukrainischen Energietag", der jüngst im Dezember virtuell
stattfand.
Das Energieministerium arbeite derzeit mit Unterstützung der Wirtschaftskommission der Vereinten Nationen für Europa (UNECE) an einem Fahrplan zur Entwicklung des heimischen Wasserstoffmarktes. Hier lud der Regierungschef deutsche Kollegen ein, sich an der Ausarbeitung des Konzepts zur Wasserstoffwirtschaft der Ukraine zu beteiligen. Zugleich setzt Schmyhal auf Unterstützung beim Umbau des Kohlesektors und bei der Entwicklung hin zu einer grünen Energiewirtschaft.
"Die Ukraine hat sich bereits für eine grüne Energiewende entschieden“, erklärte Olga Buslavets, erste stellvertretende Energieministerin, und nannte hierzu Maßnahmen wie die Entwicklung des integrierten Energie- und Klimaplans bis 2030 und der Start zur Ausarbeitung einer neuen Klimastrategie bis 2050, die sich auch auf eine kohlenstoffarme Industrie richtet.
Fahrplan zur Entwicklung der Wasserstoffwirtschaft im Januar 2021
Zur Reform des Steinkohlebergbaus entwickelte das Energieministerium der Ukraine ein Konzept. Demnach ist geplant, unrentable Minen innerhalb von zehn Jahren zu schließen, Subventionen für die Industrie aus dem Staatshaushalt zu minimieren, den Einsatz fossiler Brennstoffe schrittweise zu reduzieren und den Bedarf an heimischer Wärmeerzeugung (bis 2070) zu berücksichtigen. Pilotprojekte mit deutschen Partnern und ein Multipartnerfonds sollen die Umgestaltung von Kohlerevieren finanziell und technisch flankieren.
Dabei könne Wasserstoff eine Schlüsselposition einnehmen. In der Zusammenarbeit zwischen der Ukraine und Deutschland sei dieser zu einem vorrangigen Bereich geworden. In den letzten drei Monaten hätten mehrere Konsultationen zum Potenzial der Schaffung eines heimischen Wasserstoffmarktes in der Ukraine und des Exports von Wasserstoff nach Deutschland stattgefunden. Der Fahrplan zur Entwicklung der Wasserstoffwirtschaft soll im Januar 2021 vorgelegt werden.
Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) erklärte seinerseits: "Der heute erstmalig stattfindende deutsch-ukrainische Energietag ist ein weiterer wichtiger Schritt bei der Intensivierung unseres Dialogs. Im Rahmen der Energiepartnerschaft wollen wir den Energietag als zentrales Ereignis etablieren und künftig jährlich stattfinden lassen." Im August hatten das Energieministerium der Ukraine und das deutsche Bundeswirtschaftsministerium eine gemeinsame Erklärung zum Start einer neuen Energiepartnerschaft unterzeichnet. In diesem Rahmen fand der Deutsch-Ukrainische Energietag statt. Er dient als Gesprächsplattform zu den Themen Kohleumbau, Wasserstoffwirtschaft, Energieeffizienz und erneuerbare Energien.
Das Energieministerium arbeite derzeit mit Unterstützung der Wirtschaftskommission der Vereinten Nationen für Europa (UNECE) an einem Fahrplan zur Entwicklung des heimischen Wasserstoffmarktes. Hier lud der Regierungschef deutsche Kollegen ein, sich an der Ausarbeitung des Konzepts zur Wasserstoffwirtschaft der Ukraine zu beteiligen. Zugleich setzt Schmyhal auf Unterstützung beim Umbau des Kohlesektors und bei der Entwicklung hin zu einer grünen Energiewirtschaft.
"Die Ukraine hat sich bereits für eine grüne Energiewende entschieden“, erklärte Olga Buslavets, erste stellvertretende Energieministerin, und nannte hierzu Maßnahmen wie die Entwicklung des integrierten Energie- und Klimaplans bis 2030 und der Start zur Ausarbeitung einer neuen Klimastrategie bis 2050, die sich auch auf eine kohlenstoffarme Industrie richtet.
Fahrplan zur Entwicklung der Wasserstoffwirtschaft im Januar 2021
Zur Reform des Steinkohlebergbaus entwickelte das Energieministerium der Ukraine ein Konzept. Demnach ist geplant, unrentable Minen innerhalb von zehn Jahren zu schließen, Subventionen für die Industrie aus dem Staatshaushalt zu minimieren, den Einsatz fossiler Brennstoffe schrittweise zu reduzieren und den Bedarf an heimischer Wärmeerzeugung (bis 2070) zu berücksichtigen. Pilotprojekte mit deutschen Partnern und ein Multipartnerfonds sollen die Umgestaltung von Kohlerevieren finanziell und technisch flankieren.
Dabei könne Wasserstoff eine Schlüsselposition einnehmen. In der Zusammenarbeit zwischen der Ukraine und Deutschland sei dieser zu einem vorrangigen Bereich geworden. In den letzten drei Monaten hätten mehrere Konsultationen zum Potenzial der Schaffung eines heimischen Wasserstoffmarktes in der Ukraine und des Exports von Wasserstoff nach Deutschland stattgefunden. Der Fahrplan zur Entwicklung der Wasserstoffwirtschaft soll im Januar 2021 vorgelegt werden.
Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) erklärte seinerseits: "Der heute erstmalig stattfindende deutsch-ukrainische Energietag ist ein weiterer wichtiger Schritt bei der Intensivierung unseres Dialogs. Im Rahmen der Energiepartnerschaft wollen wir den Energietag als zentrales Ereignis etablieren und künftig jährlich stattfinden lassen." Im August hatten das Energieministerium der Ukraine und das deutsche Bundeswirtschaftsministerium eine gemeinsame Erklärung zum Start einer neuen Energiepartnerschaft unterzeichnet. In diesem Rahmen fand der Deutsch-Ukrainische Energietag statt. Er dient als Gesprächsplattform zu den Themen Kohleumbau, Wasserstoffwirtschaft, Energieeffizienz und erneuerbare Energien.
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Donnerstag, 10.12.2020, 15:16 Uhr
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