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Enerige & Management > Klimaschutz - Unternehmen wollen Krisenbewältigung und Klimaschutz vereinbaren
Bild: kav777, Fotolia
KLIMASCHUTZ:
Unternehmen wollen Krisenbewältigung und Klimaschutz vereinbaren
Kurz vor dem Start des Petersberger Klimadialoges veröffentlicht die Stiftung 2 Grad den bislang größten Unternehmensappell für ambitionierten Klimaschutz in Deutschland.
 
In einem gemeinsamen Appell sprechen sich am 27. April 68 große deutsche Unternehmen dafür aus, Krisenbewältigung und ambitionierte Klimapolitik zu vereinen. Die Bundesregierung solle die Wirtschaft durch langfristig gedachte Konjunkturprogramme und verlässliche Rahmenbedingungen beim Erreichen der Pariser Klimaziele unterstützen, so die Unterzeichner.

Zu den Unternehmen gehören namhafte große Konzerne aus allen Branchen, darunter der Schwerindustrie, Chemieindustrie, Maschinen- und Fahrzeugbau, Finanzbranche und den Bereichen Gebäude und Mobilität. Die beteiligten Firmen beschäftigen in Deutschland knapp eine Million, weltweit über drei Millionen Menschen und stehen für einen globalen Umsatz von etwa einer Billion Euro.

Corona- und Klimakrise sind globale Herausforderungen

Die Covid-19-Pandemie habe bereits jetzt tausende Menschen das Leben gekostet und stürze die Welt in eine tiefe und beispiellose Krise. Die Unternehmen unterstützen das entschlossene und schnelle Handeln der Bundesregierung in der Krise. „Schonungslos zeigt die Pandemie auch die Verletzlichkeit unseres globalisierten Wirtschaftssystems durch eine Bedrohung auf, die sich weder auf Regionen, noch auf Branchen begrenzen lässt“, heißt es im Appell.

Der Klimawandel stelle eine vergleichbare Herausforderung dar. Weite Teile der Wirtschaft aus allen Branchen hätten auf Basis wissenschaftlicher Evidenz und eines breiten politisch-gesellschaftlichen Konsenses damit begonnen, ihre Geschäftsmodelle klimafreundlich auszurichten. Jetzt kommt es darauf an, der Wirtschaft mit kurzfristigen Maßnahmen Unterstützung bei ihrem Weg aus der Corona-Krise zu gewähren, heißt es im Schreiben an die Bundesregierung.

Konjunkturprogramme zum Klimaschutz ausrichten

Mittel- und längerfristige Maßnahmen zur Bewältigung der Auswirkungen der Corona-Pandemie dürften jedoch nicht den Bemühungen des unternehmerischen Klimaschutzes entgegenlaufen. Die geplanten mittel- und längerfristigen Hilfsmaßnahmen für die Wirtschaft müssten nicht nur konjunkturelle Impulse auslösen, sondern eine resiliente Wirtschaft und Gesellschaft aufbauen, die Klimaneutralität durch eine hohe Innovationskraft und Wettbewerbsfähigkeit erreicht.

Die Unternehmen wollen daher, dass wirtschaftspolitische Maßnahmen zur Bewältigung der Corona- und der Klimakrise eng verzahnt werden und Konjunktur- und Investitionsprogramme systematisch klimafreundlich ausgerichtet werden. Frank Mastiaux, Vorstandsvorsitzender der EnBW Energie Baden-Württemberg sagte: „Wir brauchen jetzt ein klares Bekenntnis aus der Politik, dass die bisherige Fahrtrichtung beibehalten wird. Mit einem Europäischen Green Deal und einem Klima-Konjunkturpaket lassen sich die nächsten Etappenziele deutlich besser planen.”

Die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen und europäischen Wirtschaft solle durch die konsequente Ausgestaltung des Green Deals erhöht und zur Bewältigung der Folgen der Corona-Krise ausgestaltet werden. Bis zur nächsten Weltklimakonferenz solle Europa alle Staaten animieren, ambitionierte Klimaziele vorzulegen. Es müsse in einer globalisierten Welt vermieden werden, dass es zu internationalen Wettbewerbsverzerrungen auf Kosten europäischer Unternehmen kommt.

Der Unternehmensappell   steht auf der Website der Stiftung 2 Grad zum Download bereit.

 
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Montag, 27.04.2020, 10:22 Uhr