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Enerige & Management > Smart Grids - VDE will die Branche bei 450-MHz-Diskussion einen
Bild: KI_Netze_IOSB-AST_2019_Bild: Fraunhofer IOSB-AST
SMART GRIDS:
VDE will die Branche bei 450-MHz-Diskussion einen
Die Energiewirtschaft will die 450-MHz-Frequenz für ein krisenfestes Kommunikationsnetz nutzen, steht dabei aber im Wettbewerb mit staatlichen Organisationen und Behörden.
 
Bei allen Netzbetreibern sei die Erkenntnis gereift, dass es für die Branche wichtig sei, sich die 450-MHz-Frequenz zu sichern. Er selbst habe es sich zur Aufgabe gemacht, die Energiewirtschaft bei diesem Thema zu einen, sagte Stefan Küppers am Rande der diesjährigen Fachkonferenz ZMP in Leipzig. Denn zu allererst sei Geschlossenheit wichtig, so der Vorsitzende des Forums Netztechnik/Netzbetrieb im VDE und Geschäftsführer des Verteilnetzbetreibers Westnetz. Denn es gibt auch andere Bewerber: die Bundeswehr sowie die Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS).

Auch wenn in der Energiewirtschaft Einigkeit herrschen mag, dass für einen Betreiber einer kritischen Infrastruktur eine schwarzfallfähige, vom öffentlichen Netz entkoppelte Kommunikationstechnologie notwendig ist, arbeiten derzeit zwei Initiativen mit öffentlicher Resonanz an getrennten Konzepten. Zum einen ist dies 450 Connect. Die Internetseite der deutschen Tochtergesellschaft des niederländischen Strom- und Telekommunikationsnetzanbieters Alliander weist derzeit neun Verteilnetzbetreiber als Kunden aus, mit denen das Unternehmen jeweils ein regionales 450-MHz-Netz aufbaut. Mehr als 20 % der Fläche Deutschlands decke die Kooperation mittlerweile ab, heißt es dort.

Daneben hat sich eine Initiative mit mehr als 60 Stadtwerken um die Bonn-Netz GmbH formiert, die sich für eine ausschließlich kommunale Lösung stark macht und schon klargestellt hat, dass im Falle eines Zuschlags bei der Frequenzzuteilung eine Weitervermarktung an Dritte nicht in Frage kommt. Dort herrscht die Überzeugung, dass man das Wohl und Wehe der Stromversorgung im Krisenfall nicht in die Hände eines Unternehmens mit kommerziellen Interessen legen dürfe. Wie eine 450-MHz-Lizenz am Ende tatsächlich genutzt werden wird, ist derzeit aber noch unklar.

"Eine Versteigerung ist eher unwahrscheinlich"

Neben ihrer Bedeutung als schwarzfallfähige Kommunikationstechnologie zur Anbindung und Steuerung von Anlagen hätte die langwellige Frequenz auch den Vorteil, eine zuverlässige Anbindung von intelligenten Messsystemen selbst hinter dicken Kellerwänden zu gewährleisten.

Küppers ist zuversichtlich, dass sich die Branche zunächst einmal geschlossen um die Lizenz bewerben wird. Die Antwort auf die Frage, in welcher geschäftlichen Form die Lizenz genutzt werden soll, sei erst der zweite Schritt. Das müsse aber gut überlegt werden, denn mit der Lizenz seien natürlich Investitionen in eine Infrastruktur verbunden.

Auch wenn er nicht annimmt, dass die Energiewirtschaft den Zuschlag für die Frequenz völlig unentgeltlich erhalten wird, geht Küppers zumindest davon aus, dass die Kosten, die mit der Lizenz verbunden sind, regulatorisch anerkannt werden. Das habe die Bundesnetzagentur schon signalisiert.

Eine Versteigerung hält er für eher unwahrscheinlich, da am Ende den Kunden kaum zu vermitteln wäre, dass der Bund das Geld einnimmt und gleichzeitig den Strompreis indirekt belastet. Aber letztlich sei das eine politische Entscheidung.

Derzeit verfügt 450 Connect bereits über eine 450-MHz-Lizenz, die allerdings bis zum 31. Dezember 2020 befristet ist. Das Unternehmen ist Partner des Smart-Grid-Forschungsprojekts "Designetz", an dem auch die Innogy-Tochtergesellschaft Westnetz beteiligt ist.
 

 
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Donnerstag, 16.05.2019, 15:56 Uhr