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Enerige & Management > Wasserstoff - Verkehrsprojekt mit 100 Prozent Wasserstoff
Bild: Fotolia
WASSERSTOFF:
Verkehrsprojekt mit 100 Prozent Wasserstoff
Zwei Partnerunternehmen wollen zwischen dem Saarland, Frankreich und Luxemburg ein regionales und grenzüberschreitendes Projekt mit reinem Wasserstoff realisieren.
 
Der deutsche und der französische Gasnetzbetreiber Creos Deutschland und „GRTgaz“ haben eine Kooperationsvereinbarung geschlossen. Sie sieht die Verwendung von Wasserstoff als Energieträger und Kraftstoff in einem Pionierprojekt in der genannten Region vor.

Ziel ist es nach Angaben der Unternehmen, eine 70 km lange Netzinfrastruktur zu schaffen, die es Wasserstoffproduzenten und -verbrauchern in der Region ermöglicht, Geschäftsmodelle in Industrie, im Wärmemarkt und im Verkehrssektor zu entwickeln.
 
In einem ersten Schritt wollen die beteiligten Partner prüfen, inwieweit sich zwei bestehende Gasleitungen im Raum Völklingen (Deutschland), Carling (Frankreich), Bouzonville (Frankreich) und Perl (Deutschland) für den Transport von Wasserstoff eignen. Längerfristig soll ein interregionaler Markt für Wasserstoff entwickelt werden.
 
Dann folgt in dem Projekt „mosaHYc“ (Mosel Saar Hydrogen Conversion) die Versorgung von Wasserstofftankstellen, um PKW, LKW, Busse und Bahnen in der Region mit Kraftstoff zu versorgen. Das könnte dann zur Verbesserung der Luftqualität in der Region Saar-Lor-Lux beitragen. Gleichzeitig will man ansässige Industriefirmen im Saarland und in Lothringen bei ihren Wasserstoffentwicklungen unterstützen und sie vernetzen.
 
„Wir halten es für richtig, jetzt, am Anfang des Wasserstoffzeitalters, eine bestehende Infrastruktur für den Transport von Wasserstoff zu nutzen. Dies ist deutlich günstiger und umweltverträglicher, als zusätzliche Leitungen neu zu bauen. Dieses Konzept wird neben der Creos Deutschland und der GRTgaz auch von anderen Gasnetzbetreibern verfolgt“, erklärt Jens Apelt, Geschäftsführer der Creos Deutschland GmbH.
 
Bevor das Wasserstoffnetz realisiert werden kann, untersucht man in einer technischen Machbarkeitsstudie und mit umfassenden Marktanalysen die Rahmenbedingungen; gleichzeitig klären die Partner den politischen und regulatorischen Rahmen. Die beiden Unternehmen wollen dann im Jahr 2022 die Investitionsentscheidung für die Verwirklichung des Pipelinesystems treffen.

Zu dem Gasnetz sollen Wasserstoff-Produzenten freien Zugang haben. In der Pipeline könnten rund 20.000 m3/h Wasserstoff transportiert werden. Dies entspräche nach den Berechnungen der Partner einer Betankung von 400 Brennstoffzellenautos pro Stunde.

 
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