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Enerige & Management > Smart Meter - Voltaris startet mit ersten Submetering-Projekten
Bild: Fotolia.com, unique3d
SMART METER:
Voltaris startet mit ersten Submetering-Projekten
Der Metering-Dienstleister aus dem rheinlad-pfälzischen Maxdorf bereitet sich auf die Einführung von Mehrwertdiensten vor. Einer der Partner dabei ist Zenner International.
 
„Wir werden die Entwicklung von Mehrwertdiensten wie Mehrspartenauslesung und Submetering intensiv vorantreiben und unseren Stadtwerke-Partnern als White-Label-Produkte anbieten“, kündigte der Kaufmännische Geschäftsführer Karsten Vortanz bei einem Pressegespräch im Rahmen der E-World an.

Derzeit umfasst die Anwendergemeinschaft, die Voltaris zur Vorbereitung auf den Smart Meter Rollout und zur Gestaltung des intelligenten Messwesens initiiert hat, 35 Stadtwerke. Dahinter stehen 1,2 Mio. Zählpunkte. Im Endausbau wird der Metering-Dienstleister, der auch als Gateway Administrator zertifiziert ist, laut Vortanz rund 150 000 intelligente Messsysteme betreuen.
 
Volker Schirra und Karsten Vortanz, die Geschäftsführer des Metering-DienstleistersVoltaris
Bild: E&M

Die Verantwortlichen bei Voltaris rechnen mit der BSI-Zertifizierung des zweiten Gateways im April oder Mai. „Das Dritte könnte dann im Sommer folgen, so dass wir 2019 nach dem entsprechenden Feldtest, den wir derzeit mit unseren Kunden zusammen erarbeiten, dann in den Rollout starten können“, sagte Volker Schirra, der neue Technische Geschäftsführer, der die Position im Juli 2018 von Peter Zayer übernommen hat.

Für diese Feldtests laufen derzeit die Planungen. Sie sollen im Mai oder Juni dieses Jahres zusammen mit Mitgliedern der Anwendergemeinschaft beginnen. „Das entsprechende Projektmanagement ist etabliert und die ersten Submetering-Pilotprojekte sind bereits in der Konzeption“, erklärte Schirra. Dabei kooperiert Voltaris mit Zenner.

Für die Feldtests werden die ersten zertifizierten Gateways verbaut. Nach Auskunft von Schirra, hat Voltaris bislang mehr als 200 Geräte bestellt.

Erfahrung für den Rollout und die Gateway-Administration hat das Unternehmen im Smart Grid-Projekt „Designetz“ gesammelt. In diesem Teil des vom Bund geförderten „Schaufensters intelligente Energie“ werden auch Kommunikationslösungen zur Anbindung der Gateways und Datenübertragung getestet – unter anderem ein 450-MHz-Netz.
 
Weitere zertifizierte Gateways bis zum Sommer 2019
 
Erst kürzlich hatten sich die Berater von Ernst & Young im Digitalisierungsbarometer dezidiert für die Frequenz als exklusive Frequenz für die Energiewirtschaft ausgesprochen. „Wir unterstützen das in den Gremien“, sagte Vortanz auf Nachfrage von E&M. Aber sie müsse vorher natürlich gründlich getestet werden. Wenn schon so hohe Sicherheitsstandards im intelligenten Messwesen und der Energiewirtschaft insgesamt vorgegeben würden, sei auch ein exklusives, schwarzfallfestes Netz für die Branche sinnvoll. Auch die Großen Energieversorger würden sich in verschiedenen Gremien dafür aussprechen, berichtete Vortanz.

Für den Markt im intelligenten Messwesen sieht sich Voltaris gut vorbereitet. Allerdings, schränkte der Voltaris-Chef ein, werde weder sein Unternehmen noch ein anderer Dienstleister und auch kein Stadtwerk mit dem Rollout Geld verdienen, trotz den 150 000 intelligenten Messsystemen und 1,2 Mio. Zählpunkten unter Vertrag. „Deshalb müssen wir uns um Mehrwertdienste kümmern“, so Vortanz. Das laufende Jahr soll dafür genutzt werden, solche Services zu entwickeln.

Ab 2021 könne der Messstellenbetreiber vom Anschlussnehmer gewählt werden. Das eröffne neue Möglichkeiten, mit der Wohnungswirtschaft als Partner im intelligenten Messwesen zusammenzuarbeiten.

Auf die Steuerung von Anlagen über das Smart Meter Gateway und die dazugehörige Steuerbox müsse man allerdings noch etwas warten. „Wir werden kleinere Aktoren schon vorher steuern können“, so Vortanz. Aber die wichtigen Anwendungen für die Energiewende, die Steuerung von Anlagen zur Flexibilisierung in einem intelligenten Netz, für die das Smart Meter Gateway eigentlich eingeführt wurde, werde erst mit der zweiten Gateway-Generation möglich sein. Und die ist für 2023 geplant.

 
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Mittwoch, 06.02.2019, 17:34 Uhr