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Enerige & Management > Wasserstoff - Wasserstoffrat fordert bessere Bedingungen für Elektrolyse
Bild: iStock, Frank Harms
WASSERSTOFF:
Wasserstoffrat fordert bessere Bedingungen für Elektrolyse
Der Nationale Wasserstoffrat hat sich in einer Stellungnahme zu nötigen Weiterentwicklung des EEG geäußert. Er plädiert für eine schrittweise Abschaffung der Ökostromumlage.
 
Das bestehende System von Steuern, Abgaben und Umlagen mit seiner asymmetrisch hohen Belastung von Strom verhindere den Stromeinsatz für viele strombasierte Energiewende-Technologien, heißt es in der Stellungnahme des Nationalen Wasserstoffrates zum neuen Erneuerbare-Energien-Gesetz 2021. Davon besonders betroffen sei die Erzeugung von Wasserstoff in Elektrolyseanlagen.

Daher untermauert das Expertengremium das in der EEG-Novelle bekräftigte Ziel der Bundesregierung, die Erzeugung grünen Wasserstoffs von der EEG-Umlage zu befreien. „Eine schnell umsetzbare Flankierung der Herstellung von grünem Wasserstoff im Bereich der Stromkosten ist unverzichtbar“, so das Papier. Zudem müsse in einem zweiten Schritt die Umlage "komplett gestrichen und über eine umfassende, steuerbasierte Lösung ersetzt werden". 

Darüber hinaus sollte durch geeignete Rahmenbedingungen ein flexibler und systemdienlicher Betrieb der Elektrolyseure angereizt werden, sodass eine Befreiung von der EEG-Umlage nicht zu höheren Kosten an anderer Stelle führt. 

Mehr Power auf EU-Ebene gefordert

Um den zusätzlichen Strombedarf der Wasserelektrolyse-Anlagen abdecken zu können, fordert der Nationale Wasserstoffrat in der EEG-Novelle vom Bund eine deutliche Erhöhung der Ökostromziele. Zudem sei auf EU-Ebene mehr Eile geboten: Im Rahmen der EU-Erneuerbaren-Richtlinie werde die konkrete Definition der Bedingungen für die Anerkennung strombasierter Kraftstoffe erst Ende 2021 verfügbar sein. Dieser Richtlinie jedoch misst der Nationale Wasserstoffrat „erhebliche Ausstrahlungswirkungen auch in andere Anwendungsbereiche“ bei.

Auch der für Stromkostenentlastungen zentrale EU-Beihilferahmen für staatliche Energie- und Umweltbeihilfen sei für dieses Jahr noch nicht fixiert. "So ist die Abgrenzung von grünem Wasserstoff derzeit nicht mit der notwendigen Robustheit möglich", schreibt der Rat in seiner Stellungnahme.

 
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