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Enerige & Management > Kernkraft - Weißrussland lässt AKW-Kontrolle platzen
Bild: Fotolia.com, T. Michel
KERNKRAFT:
Weißrussland lässt AKW-Kontrolle platzen
Die Sicherheitsanalyse des Atomreaktors im weißrussischen AKW Ostrawz durch Experten der EU findet vorerst nicht statt.
 

Die weißrussische Seite sei zu einer vereinbarten Videokonferenz, die am 14. Dezember stattfinden sollte, nicht erschienen, teilte EU-Energiekommissarin Kadri Simson am Tag danach im Europäischen Parlament mit. Dabei sollte eine Inspektion des AKW in Ostrawez durch Fachleute der atomaren Regulierungsbehörde der EU (ENSREG) vorbereitet werden.

Weißrussland hat den Reaktor der Anlage Anfang November in Betrieb genommen, unter anderem mit dem Ziel, den Strom auch in die EU zu liefern. Die EU verlangt jedoch, dass der Reaktor sicher betrieben wird. Entsprechende Prüfkriterien hatte die EU 2018 verabschiedet. Sie sollten in dieser Woche von einer Expertengruppe verifiziert werden.

Dafür war zunächst eine Überprüfung des weißrussischen Sicherheitskonzeptes in einer Videokonferenz geplant. Anschließend wollten sich die ENSREG-Experten vor Ort von der Umsetzung überzeugen. Die weißrussische Regulierungsbehörde war zu der Vorbereitungssitzung aber nicht erschienen. ENSREG habe keine andere Möglichkeit gehabt als den für 17. Dezember geplanten Besuch in Ostrawez abzusagen, teilte Simson dem Industrieausschuss des Parlamentes mit. „Das ist sehr bedauerlich.“ Sie rief Weißrussland auf, mit der EU zu kooperieren und die Mission später fortzusetzen.

Der Stromhandel zwischen Weißrussland und der EU ist nach den Worten der Kommissarin Anfang November eingestellt worden. Die baltischen Länder führen darüber hinaus ein Herkunftszertifikat für Strom aus Weißrussland ein. Damit soll verhindert werden, dass weißrussischer Strom auf dem Umweg über Russland in die EU gelangt.

Litauen hat als einziges EU-Land eine direkte Leitungsverbindung mit Weißrussland. 2018 lieferte Weißrussland darüber 1,9 Mrd. kWh in die EU.


 
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