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Enerige & Management > Photovoltaik - Weiterbetrieb solarer Altanlagen sichern
Bild: Fotolia.com, anweber
PHOTOVOLTAIK:
Weiterbetrieb solarer Altanlagen sichern
Mit einer Bundesratsinitiative und einer einfachen Anschlussregelung will Baden-Württembergs Energieminister Franz Untersteller möglichst viele Ü20-Solaranlagen am Netz behalten.
 
Nach der Sommerpause will Baden-Württembergs grüner Umwelt- und Energieminister Franz Untersteller eine Initiative im Bundesrat starten, um mit einer einfachen Anschlussregelung den Weiterbetrieb sogenannter Post-EEG-Anlagen zu sichern. Damit sind die Solar- und Windenergieanlagen aus der Pionier-Generation gemeint, die ab Beginn des kommenden Jahres nach 20-jähriger Förderung über das Erneuerbare-Energien-Gesetz keine Einspeisevergütung mehr erhalten.

Nach einer Untersuchung des Umweltbundesamtes aus diesem Frühjahr endet in der nächsten Silvesternacht für rund 18.100 Solaranlagen die EEG-Vergütung, bis Mitte der 2020er Jahre folgen weitere 176.00 Dachanlagen – in Summe kommt dabei eine Leistung von rund 2.000 MW zusammen. „Es wird höchste Zeit, dass wir uns darum kümmern. Aussitzen ist keine Lösung“, begründete Untersteller seinen Vorstoß, „die Bundesregierung darf bei einer so wichtigen Frage der Energiewende nicht tatenlos bleiben.“ Allein im Ländle drohe in den kommenden fünf Jahren 30.000 kleineren Photovoltaik-Anlagen das Aus.

Nach aktueller Gesetzeslage können die Altsolarier nach Ablauf der Förderung ihren Ökostrom nicht automatisch ins Netz einspeisen. Dafür müssen sie sich einen Partner, in der Regel einen Direktvermarkter, suchen. Womit einige Kosten anfallen. Angefangen vom Vermarktungsentgelt bis hin zum Einbau eines intelligenten Messsystems für die vorgeschriebene 15-Minuten-Messung. Angesichts der derzeit niedrigeren Börsenstrompreise lohnt sich dieser erhebliche Aufwand für die Kleinstanlagen aber finanziell nicht.
 
Untersteller hat deshalb folgenden Vorschlag gemacht: „Wir brauchen einen unkomplizierten und kostengünstigen Marktzugang für diese Anlagen nach dem Auslaufen der Vergütung.“ Nach seinen Vorstellungen soll bei kleineren Solaranlagen bis 7 Kilowatt Leistung auf die Fernsteuerbarkeit und die 15-Minuten-Bilanzierung verzichtet werden. Außerdem fordert der grüne Energieminister, das Eigenverbrauchsprivileg auch nach dem Ende der EEG-Förderung beizubehalten. Die derzeitige EEG-Regelung sieht vor, dass auch bei kleinen Photovoltaik-Anlagen bis zehn Kilowatt Leistung, deren Förderzeitraum von 20 Jahren abgelaufen ist, die anteilige EEG-Umlage für Eigenverbrauch gezahlt werden muss.
 
Die Bundesregierung hat bislang noch keine Initiativen gestartet, um möglichst viele alte Solar- und Windenergieanlagen am Netz zu behalten. Die zuständigen Verbände hoffen auf eine angemessene Regelung in der für Herbst angekündigten EEG-Novelle.

 
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Dienstag, 21.07.2020, 13:36 Uhr