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Enerige & Management > Mobilität - Weltweite erste Wasserstofftankstelle für Passagierzüge
Bild: Alstom
MOBILITÄT:
Weltweite erste Wasserstofftankstelle für Passagierzüge
Die weltweite erste Wasserstofftankstelle für Passagierzüge wird in Frankfurt errichtet.
 
Ein bisschen dauert es noch: In zwei Jahren, genauer gesagt im Dezember 2022, soll „die weltweit größte Brennstoffzellenzug-Flotte im Personenverkehr mit Wasserstoff versorgt werden.“ Der Spatenstich für die dazu benötigte Wasserstofftankstelle erfolgte am 26. Oktober auf dem Gelände des Industriepark Höchst in Frankfurt.

Errichtet wird die Tankstelle vom Betreiber des Industrieparks Infraserv Höchst. Die zu betankenden Brennstoffzellenzüge werden vom Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) betrieben, geliefert werden sie vom Maschinenbauer Alstom. „Mit den 27 Fahrzeugen stellen wir einen Weltrekord auf: Nirgendwo sonst gibt es eine so große Brennstoffzellen-Flotte im Personennahverkehr“, so RMV-Geschäftsführer Knut Ringat.

Bis zu 1.000 Kilometer Reichweite

Zum Einsatz kommen Alstom-Brennstoffzellenzüge des Typs „Coradia iLint“. Sie kommen auf eine Reichweite von bis zu 1.000 Kilometern. So sind sie dafür geeignet, einen ganzen Tag lang im Netz des RMV zu fahren und die bis dahin eingesetzten Dieselloks abzulösen – „ein Elektrobetrieb ohne Oberleitung, der auch für andere Regionen eine interessante Alternative sein kann“, so Jens Deutschendorf, Staatssekretär im hessischen Wirtschaftsministerium.

Der Zug sei nach Angaben von Alstom gezielt für den Einsatz auf nicht elektrifizierten Strecken entwickelt worden, „er ermöglicht einen sauberen, nachhaltigen Zugbetrieb unter Beibehaltung einer hohen Leistung.“ Die Brennstoffzellentechnik sei geräuscharm und gebe lediglich Wasserdampf und Kondenswasser ab. Er zeichnet sich laut Alstom durch mehrere verschiedene Innovationen aus: saubere Energieumwandlung, flexible Energiespeicherung in Batterien sowie intelligentes Management von Antriebskraft und verfügbarer Energie.

Insgesamt investiert Infraserv einen niedrigen zweistelligen Millionenbetrag in Tankstelle und Anlagen. Der Wasserstoff wird dabei auf dem Gelände des Industrieparks erzeugt. Insgesamt kommen die 27 Brennstoffzellenzüge und die benötigte Infrastruktur auf ein Investitionsvolumen von 500 Mio. Euro.

 
Beim Spatenstich (v.l.): Infraserv-Geschäftsführer Joachim Kreysing, Jörg Nikutta, Geschäftsführer Alstom Deutschland und Österreich, RMV-Geschäftsführer Knut Ringat und Staatssekretär Jens Deutschendorf
Bild: Infraserv Höchst

 
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Dienstag, 27.10.2020, 09:00 Uhr