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Enerige & Management > Bilanz - Wemag steigert Investitionen um 78 %
Bild: Fotolia, Minerva Studio
BILANZ:
Wemag steigert Investitionen um 78 %
Der Schweriner Energieversorger Wemag hat seine Geschäftszahlen für das vergangene Jahr offengelegt: Danach stiegen zwar die Umsatzerlöse, beim Gewinn gab es jedoch Einbußen.
 
Um 3,4 % legten die Umsatzerlöse der Wemag-Gruppe im vergangenen Geschäftsjahr zu: von 658,3 Mio. Euro (2018) auf rund 680,7 Mio. Euro (2019). Das teilte der Schweriner Energieversorger der Öffentlichkeit am 11. August mit.

Beim Ergebnis für 2019 musste das Unternehmen 2019 allerdings Federn lassen: Mit einem Gewinn von 15,8 Mio. Euro erwirtschaftete es im vergangenen Jahr 14,6 % weniger als noch im Jahr zuvor. Begründet wurde dies insbesondere mit den hohen Anfangsaufwendungen für den Breitbandausbau. Die Gesamtinvestitionen hat Wemag im vergangenen Jahr deutlich gesteigert: von 59 Mio. Euro (2018) auf 105 Mio. Euro (2019). 

„Wir investieren verstärkt in den Ausbau erneuerbarer Energien, erweitern und optimieren das Stromnetz und schaffen so zusätzliche Einspeisemöglichkeiten für weitere Erneuerbare-Energien-Anlagen“, konkretisiert der technische Vorstand Thomas Murche die Einsatzbereiche der Investitionen. So etwa investierte der Versorger im vergangenen Jahr in den Bau des neues Umspannwerkes Wessin und der 110-kV-Schaltanlage in Lübz.

Die durch die Netztochter Wemag Netz GmbH im Netzgebiet der Wemag verteilte elektrische Energie betrug knapp 1,96 Mrd. kWh (2018: 2,12 Mrd. kWh). Die Einspeisemenge aus regenerativen Erzeugungsanlagen belief sich auf 3,0 Mrd. kWh (2018: 2,8 Mrd. kWh). Diesen Zuwachs führt Wemag insbesondere auf das sonnen- und windstarke Jahr zurück. 

Ökokraftwerke im Wemag-Netzgebiet

Einen neuen Höchststand registriert die Wemag 2019 bei der Anzahl der neuen Anträge auf Anschluss regenerativer Erzeugungsanlagen. So betrug die installierte Anschlussleistung hier Ende 2019 insgesamt 1.608 MW. Neu installierte Photovoltaik- und Windkraftanlagen haben für eine Zunahme der installierten Leistung um einen zweistelligen Megawatt-Betrag gesorgt, so das Unternehmen in einer Mitteilung. So kamen zwei Windkraftanlagen im geplanten 52,8-MW-Windpark Hoort und fünf Photovoltaik-Anlagen im Umkreis von Pasewalk, im Raum Neustadt-Glewe sowie in der Nähe von Laage dazu. Wie der Versorger mitteilt, seien 2019 außerdem Anträge auf Anschluss und EEG-Anfragen mit einer Leistung von weiteren 3.644 MW gestellt worden.

„Inzwischen erzeugen die Ökokraftwerke im Wemag-Netzgebiet fast viermal so viel Strom wie die angeschlossenen Haushalte maximal abnehmen“, so Murche. Daher konnte die Wemag an 353 Tagen im Jahr 2019 (2018: 344 Tage) Strom in das Übertragungsnetz von 50 Hertz zurückspeisen.

Starker Wettbewerb im Energievertrieb

Zu schaffen macht der Wemag eigenen Angaben zufolge der starke Wettbewerb im Haushalts- und Geschäftskundensegment. Der Stromabsatz an Kunden belief sich im vergangenen Jahr auf 609 Mio. kWh, im Vorjahr waren es noch mehr als 662 Mio. kWh. Insgesamt gibt das Unternehmen eine Zunahme der Kundenzahl an, da die Neukundenakquise 2019 über den Verlusten lag. 

An seine Anteilseigner − hauptsächlich die Kommunen aus der Region (75 %) und die Thüga AG (25 %) − schüttet der Versorger 16 Mio. Euro aus. Das entspricht der Vorjahressumme. 
 
Kennzahlen der Wemag-Gruppe 2019 2018 Veränderung
Umsatzerlöse (in Mio. Euro) 680,7 658,3 + 3,4 %
Ergebnis (in Mio. Euro) 15,8 18,5 - 14,6 %
Gesamtinvestitionen (in Mio. Euro) 105 59 + 78 %
Stromabsatz an Kunden (in Mio. kWh) 609 662,4 - 8,1 %
Stromproduktion aus regenerativen Erzeugungsanlagen (in Mrd. kWh) 3,0 2,8 + 8,1 %

 
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