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Enerige & Management > Gas - Westnetz testet Umstellung auf 100 % Wasserstoff
Bild: Regormark / Fotolia
GAS:
Westnetz testet Umstellung auf 100 % Wasserstoff
In einem Projekt befüllt der Netzbetreiber Westnetz eine Erdgasleitung zu 100 % mit Wasserstoff.
 
In Forschungsprojekt „H2HoWi“ wird in Holzwickede (Nordrhein-Westfalen) eine bestehende Erdgasleitung auf reinen Wasserstoff umgestellt, teilte Eon mit. Geleitet wird das Projekt vom Gasnetzbetreiber Westnetz, der zum Eon-Konzern gehört. Es soll vor allem bestätigt werden, „dass Wasserstoff auf das Rohrmaterialgefüge und die Dichtigkeit der vorhandenen Infrastruktur keinen Einfluss hat“.

Westnetz will herausfinden, ob es technisch möglich ist, eine bestehende Erdgasleitung auf reinen Wasserstoff umzustellen. Dabei wird eine vorhandene Mitteldruck-Erdgasleitung in Holzwickede vom Erdgasnetz getrennt und an einen Wasserstoffspeicher angeschlossen. „Von hier aus erfolgt die Versorgung von vier Gewerbekunden“, heißt es weiter. Der Wasserstoff wird zum Heizen eingesetzt, entsprechend werden dort auch wasserstofftaugliche Brennwertgeräte eingebaut.

Bislang Beimischung von maximal 10 % möglich

Bislang ist in Deutschland eine Beimischung von Wasserstoff im Erdgasnetz von maximal 10 % erlaubt. Mit „H2HoWi“ überprüft Westnetz, ob die bestehende Infrastruktur sogar für reinen Wasserstoff genutzt werden kann. Die Gasnetze könnten so zum Speicher der Zukunft und damit zu einem wichtigen Baustein der Energiewende werden. Das Projekt ist zunächst bis Ende 2023 terminiert. Das Investitionsvolumen liegt bei etwa einer Million Euro.

Wasserstoff kann laut Eon dort eingesetzt werden, wo eine Energieversorgung mit Strom aus erneuerbaren Energien technisch oder wirtschaftlich nicht möglich oder sinnvoll ist. „Die Anwendung von reinem Wasserstoff stellt aufgrund der CO2-neutralen Umsetzung beispielsweise im Bereich der Wärmebereitstellung und für die Industrieproduktion eine zukunftsweisende Lösung dar“, sagt Katherina Reiche, Vorstandsvorsitzende der Westenergie und zugleich Vorsitzende des Nationalen Wasserstoffrats der Bundesregierung.

 
In Holzwickede bei Dortmund testet Westnetz das Wasserstoff-Projekt
Bild: Eon


 

 
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