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Enerige & Management > Österreich - Wien Energie nutzt lokale Abwärme
Bild: Fotolia.com, YuI
ÖSTERREICH:
Wien Energie nutzt lokale Abwärme
Bis 2024 investiert Wien Energie 200 Mio. Euro in Projekte zur Bereitstellung von Fernwärme. Über die großtechnische Nutzung der Geothermie wird erst 2021 oder 2022 entschieden.
 
Von den geplanten Vorhaben berichtete der Geschäftsführer des Unternehmens, Michael Strebl, auf einer Pressekonferenz in Wien. Den Anfang macht ein Projekt bei der Therme Oberlaa im Süden der Stadt. Bis 2022 installiert die Wien Energie dort zwei Wärmepumpen mit 2 MW Gesamtleistung. Sie entnehmen dem benutzten Badewasser die Restwärme von etwa 30 Grad und erzeugen mit Hilfe von Strom aus erneuerbaren Energien etwa 85 Grad heißes Wasser, das ins Fernwärmenetz eingespeist wird. Mit den entstehenden rund 11.000 MWh Wärme können laut Strebl 1.900 nahegelegene Haushalte beheizt werden. Die nötigen Investitionen bezifferte Strebl mit 3 Mio. Euro.

Voraussichtlich 2021 oder 2022 entscheidet die Wien Energie, ob sie die Geothermie im großen Stil für die Fernwärmeerzeugung nutzen wird, berichtete Strebl E&M auf Anfrage. Nach wie vor läuft die Auswertung der Daten aus einer Untersuchung der geologischen Tiefenstrukturen im Nordosten der Bundeshauptstadt, die die Wien Energie gemeinsam mit der OMV durchführte. Laut Strebl geht es um „mehrere Terabyte an Daten“, deren Analyse sich noch ins kommende Jahr hinziehen werde.

Unterdessen hat das Biomassekraftwerk Wien-Simmering seinen Betrieb wieder aufgenommen. Infolge von Streitigkeiten zwischen der damaligen Energieministerin Elisabeth Köstinger und der Stadt Wien über die Förderung der Anlage war diese im Sommer 2019 vorübergehend stillgelegt worden. Das Biomassekraftwerk hat eine elektrische Leistung von 17,5 MW und eine thermische Leistung von 35 MW. Es ist damit das leistungsstärkste Biomassekraftwerk Österreichs.

 
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Donnerstag, 27.02.2020, 13:26 Uhr