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Enerige & Management > Österreich - Wien Energie: "Sonstiges Periodenergebnis" trübt Bilanz
Bild: Fotolia.com, YuI
ÖSTERREICH:
Wien Energie: "Sonstiges Periodenergebnis" trübt Bilanz
Operativ verlief das Geschäft bei Wien Energie im Jahr 2019 positiv, betont das Management unter Hinweis auf zweistellige Steigerungen bei Umsatz und Ebit.
 

Die Wien Energie, der weitaus größte regionale Energieversorger Österreichs, erwirtschaftete im Jahr 2019 ein Gesamtergebnis von 109,8 Mio. Euro, 67,2 % weniger als 2018. Zurückzuführen ist dies im Wesentlichen auf Veränderungen im „sonstigen Periodenergebnis“ (OCI), heißt es in der am 23. April veröffentlichten Analyse des Geschäftsverlaufs.

Negativ ausgewirkt haben sich dieser zufolge vor allem die „Stichtagsbewertung der offenen Strom- und Gasderivate der Wien Energie Vertrieb GmbH & Co KG sowie versicherungsmathematische Anpassungen bei der Berechnung der Pensionsrückstellung“. Bei den Derivaten geht es unter anderem um Futures für Strom- und Gaslieferungen, hieß es auf Nachfrage von E&M. Das operative Ergebnis (Ebit) sowie der Umsatz entwickelten sich dem gegenüber „positiv“, betonten die Geschäftsführer Michael Strebl und Karl Gruber. So wuchs das Ebit um 36,9 % auf 233,6 Mio. Euro, der Umsatz erhöhte sich um 17,3 % auf 1,68 Mrd. Euro. Ohne Berücksichtigung des OCI wuchs auch der Jahresüberschuss, konkret um 43,1 % auf 202,5 Mio. Euro.

Strebl nannte das Jahresresultat insgesamt „ein stabiles Fundament, auf das wir in dieser schwierigen Zeit bauen können“. Freilich werde sich die Corona-Pandemie im Jahresergebnis 2020 niederschlagen. Zwar liegen noch keine Zahlen für das erste Quartal vor, hieß es gegenüber E&M. Zu rechnen sei jedoch mit einer „ordentlichen Delle“. Bei den abgesetzten Mengen habe es während der vergangenen Wochen Rückgänge um bis zu 20 % gegeben. Das werde zwar nicht so bleiben, doch müsse mit dem Ausfall von Zahlungen „in Millionenhöhe“ gerechnet werden.

Ungeachtet dieser Herausforderungen will die Wien Energie laut Strebl heuer rund 200 Mio. Euro investieren. Rund ein Zehntel davon soll in neue Photovoltaikanlagen mit einer Gesamtleistung von 25 MW fließen. Zum Vergleich: Zurzeit verfügt die Wien Energie über PV-Anlagen mit rund 33 MW Leistung. In den kommenden 5 Jahren sind Investitionen von etwa 1,1 Mrd. Euro vorgesehen. Davon entfallen mehr als 500 Mio. auf den Ausbau der erneuerbaren Energien und andere für den Klimaschutz relevante Projekte, 400 Mio. Euro auf Vorhaben im Bereich der Versorgungssicherheit sowie 150 Mio. auf digitale Technologien und sonstige Innovationen.


 
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Freitag, 24.04.2020, 08:29 Uhr