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Enerige & Management > Windkraft Onshore - Windkraft-Testfeld nimmt letzte Hürde
Bild: Fotolia/Felix brönnimann
WINDKRAFT ONSHORE:
Windkraft-Testfeld nimmt letzte Hürde
Das Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung (ZSW) will mit der Errichtung eines Testfeldes Windenergieanlagen für den Einsatz in komplexen Topografien optimieren.
 
Dieses auch international von Unternehmen und Forschungseinrichtungen stark unterstützte Vorhaben auf der Schwäbischen Alb in Baden-Württemberg hat jetzt nach ZSW-Angaben eine entscheidende Hürde genommen: Anfang Juni 2020 hat das Landratsamt Göppingen die Genehmigung nach dem Bundesimmissionsschutzgesetz erteilt. Das aufwendige Genehmigungsverfahren umfasste eine Prüfung aller relevanten Umweltbelange.

Das ZSW will das wohl weltweit einmalige Testfeld im Rahmen des süddeutschen Windenergie-Forschungsclusters „WindForS“ in Zusammenarbeit mit sechs Partnern – den Universitäten Stuttgart und Tübingen, der Technischen Universität München, dem Karlsruher Institut für Technologie sowie den Hochschulen Aalen und Esslingen realisieren. Für die ökologische Begleitforschung wird das Team um weitere Partner ergänzt. Fördergelder in Höhe von 14,5 Mio. Euro kommen vom Bund und vom Land Baden-Württemberg.

Ambitionierter Klimaschutz erfordere eine deutlich stärkere Nutzung der Windenergiepotenziale, sodass zukünftig Windstrom auch in bergigem Gelände in relevanten Mengen erzeugt werden muss, heißt es in einer Mitteilung des ZSW. Dort sei der Betrieb wesentlich anspruchsvoller, Ertragsprognosen aufgrund der turbulenten Strömungs- und Windverhältnisse über unregelmäßigen Topografien fielen unsicherer aus. Auch die mechanische Belastung der Windenergieanlagen und die Wartungskosten stiegen.

Nicht zuletzt weil dies die Wirtschaftlichkeit der Windräder negativ beeinflusst, will das ZSW gemeinsam mit seinen Partnern auf dem Testgelände robustere Anlagen entwickeln, die gleichzeitig leiser, langlebiger und leistungsstärker sind und sich zudem gut mit Energiespeichern koppeln lassen. Darüber hinaus werden im Rahmen einer ökologischen Begleitforschung Belange des Natur- und Artenschutzes intensiv untersucht und übertragbare Lösungskonzepte für Konflikte entwickelt, die an sehr vielen Windstandorten weltweit bestehen.

Messmasten und Windräder mit Sensoren

Das Windenergietestfeld liegt am Rand des Stöttener Berges. Es handelt sich um eine unbewaldete Freifläche oberhalb einer Steilstufe. „Das Gelände passt perfekt zu unseren Forschungsthemen, die auch international auf großes Interesse stoßen“, sagt Projektleiter Andreas Rettenmeier. Die mittleren Jahreswindgeschwindigkeiten seien mit fünf bis 6,5 Metern pro Sekunde ausreichend hoch und wiesen hohe Turbulenzen und wechselnde Schrägströmungen auf.

Zwischen jeweils zwei Messmasten sollen in den kommenden Monaten die Windenergieanlagen errichtet werden. Jede einzelne von ihnen hat eine installierte Leistung von 750 Kilowatt. Der Rotordurchmesser beträgt 54 Meter, die Gesamthöhe 100 Meter. Die Windkraftanlagen sind vom Fundament bis zu den Rotorblättern umfangreich mit Mess-Sensoren ausgestattet.

Das Testfeld ist als Plattform konzipiert, mit der die Aktivitäten von Forschung und Industrie unterstützt werden. Hersteller von Windenergieanlagen und Zulieferer etwa können dort technologische Verbesserungen entwickeln und untersuchen lassen: Die Forscher statten dafür die eine Windenergieanlage mit den jeweiligen Neuentwicklungen aus, die andere bleibt unverändert und dient als Referenz.

Teil des Vorhabens ist außerdem die Entwicklung einer neuartigen Betriebsführung, mit der die Anlagen intelligent und wesentlich präziser als bislang auf sich ändernde Windverhältnisse reagieren können. Auch der Einfluss von Windenergieanlagen auf Vögel und Fledermäuse soll genauer untersucht werden.

 
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Montag, 15.06.2020, 15:15 Uhr