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Enerige & Management > F&E - Windstrom in Methanol verwandelt
Bild: alphaspirit / Fotolia
F&E:
Windstrom in Methanol verwandelt
Wertvoller Beitrag zur Sektorenkopplung: Ingenieuren und Forschern ist es gelungen, Windkraft chemisch in einer Flüssigkeit zu speichern.
 

Beteiligt an den Versuchen sind das Institut für Regenerative Energie-Systeme der Hochschule Stralsund (IRES) und die Firma BSE-Engineering aus Leipzig. Das Team nutzt, wie aus einer gemeinsamen Mitteilung hervorgeht, Windkraftstrom zur Spaltung von Wasser in Wasserstoff und Sauerstoff. Aus dem Wasserstoff wird dann mit Kohlendioxid in einem eigens entwickelten Verfahren Methanol erzeugt.

Der Prozess synthetisiert unter dynamischen Bedingungen in einem Rohrbündelreaktor Methanol und ist somit für die Umwandlung von Strom aus volatilen Energiequellen besonders geeignet, heißt es. Die Anlage mit Kreisgasführung habe eine Ausbeute von 28 Liter Rohmethanol pro Tag. „Aus dem im Jahr 2016 in Mecklenburg-Vorpommern abgeregelten Windstrom hätten sich so bis zu 34.800 Tonnen Reinmethanol erzeugen lassen“, so Prof. Johannes Gulden, Leiter des Direktoriums des IRES.

BSE-Geschäftsführer Christian Schweitzer: „In Zukunft wird das Brennstoffzellen-taugliche Rohmethanol beziehungsweise das aufkonzentrierte Produkt industriell als E-fuel vertrieben.“ Das Besondere an der Flex-Methanol-Anlage sei die an das Stromangebot angepasste Betriebsweise, angefangen bei der CO2-Abscheidung über die alkalische Elektrolyse bis hin zur Destillation.

Die Firmen Aker Solutions und Sulzer Chemtech kooperieren mit BSE in dem vorgelagerten Prozessschritt der CO2-Abscheidung und der nachgelagerten Aufreinigung zum internationalen Methanol-Standard mit einer Reinheit von 99,85 %.

Zum Erreichen der Klimaziele muss die Nutzung fossiler Brennstoffe wie Erdöl, Erdgas und Kohle verringert werden. Stattdessen sollen verstärkt regenerative Energien im Rahmen der Sektorenkopplung auch für Wärmeerzeugung und Verkehr zum Einsatz kommen. Sie haben bisher nur einen Anteil von 15 % und 6 %. Das lässt sich mit aus grüner Energie erzeugten Brennstoffen ändern. Wenn dafür Windkraft- oder Solarstrom verwendet wird, können zusätzlich die Netze entlastet werden.


 
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