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Enerige & Management > Windenergie - Windstrom-Verteilinsel braucht Rückenwind
Bild: Fotolia.com, zentilia
WINDENERGIE:
Windstrom-Verteilinsel braucht Rückenwind
Beim Besuch des niederländischen Königspaars im Bundesland Bremen wirbt der Übertragungsnetzbetreiber Tennet für Unterstützung für das visionäre Energy-Hub-Projekt in der Nordsee.
 
Den Besuch einer deutsch-niederländischen Handelsdelegation und des Königspaares Willem-Alexander und Maxima im Bundesland Bremen nutzte Tennet-Chefin Manon van Beek, um für die Idee eines großen Windenergie-Verteilkreuzes in der Nordsee zu werben. „Für dieses Projekt brauchen wir internationale Koordination und Zusammenarbeit, politischen Willen und Rückenwind sowie die Unterstützung von Nichtregierungsorganisationen“, betonte die Vorstandsvorsitzende des Übertragungsnetzbetreibers.

Für die Vision eines North Sea Wind Power Hub (NSWPH) hat sich mittlerweile ein Konsortium gegründet, dem neben Tennet, der dänische Übertragungsnetzbetreiber Energienet.dk, der niederländische Ferngasnetzbetreiber Gasunie sowie die Betreibergesellschaft des Rotterdamer Hafens angehören.

Im Zentrum der NSWPH-Pläne steht der Bau einer oder mehrerer Inseln in der Nordsee, die als Energie-Verteilkreuze Anrainerländer mit Offshore- Windstrom beliefern sollen. Nach den Planungen des Konsortiums könnten an diese künstlich aufgeschütteten Inseln oder Plattformen mehrere Offshore-Windparks mit einer Leistung von bis zu 70 000 bis 100 000 MW angeschlossen werden. Dabei gehen die Initiatoren von einem dynamischen Ausbau der Offshore-Windenergie in Ländern wie Großbritannien, Dänemark, den Niederlanden oder Deutschland aus.

Die als erzeugte Drehstrom Windenergie wird auf den Inseln, den sogenannten Energy Hubs, in Gleichstrom umgewandelt. Gleichzeitig dienen die Übertragungsleitungen als Interkonnektoren zwischen den Energiemärkten der angeschlossenen Länder. Der länderübergreifende Handel mit Strom im Bereich der Nordsee und Nordwesteuropa wird damit ermöglicht und würde neuen Schwung erfahren.

Bis es soweit ist - inklusive einer umfangreichen Nutzung des auf See erzeugten Windstrom für die Wasserstoffproduktion, dürfte noch einige Zeit vergehen. Derzeit lässt das Vierer-Konsortium mehrere Ideen und Lösungen prüfen. „Daher ist es auch noch viel zu früh, Angaben zu Kosten und zu einem Zeitplan für dieses ambitionierte Projekte zu machen“, betonte Tim Meyerjürgens, jüngst als Chief Operation Officer in den Tennet-Vorstand berufen, gegenüber E&M.

 
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Mittwoch, 06.03.2019, 15:31 Uhr