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Enerige & Management > Wasserstoff-Antriebe - ZDK fordert Förderung analog zum Umweltbonus
Bild: Zukunft Erdgas, Ilja C. Hendel
WASSERSTOFF-ANTRIEBE:
ZDK fordert Förderung analog zum Umweltbonus
Eine stärkere Förderung von Wasserstoff-Antriebskonzepten will der Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK). 
 
In seinem am 8. September verabschiedeten Strategiepapier fordert der ZDK eine klare und einheitliche Wasserstoff-Förderpolitik sowohl für Kunden als auch für den Fahrzeughandel. 

Der Verband sieht im klimaneutralen Individualverkehr ein großes Potenzial von Wasserstoff: Zum einen könne Wasserstoff als Energielieferant für die Brennstoffzelle dienen, außerdem als Basis für synthetische Kraftstoffe (E-Fuels) sowie als Stromspeicher. Egal, ob für den mit E-Fuels betriebenen Verbrenner oder für Fahrzeuge mit Brennstoffzellenantrieb: Bereits heute seien die Kfz-Betriebe für den Umgang mit wasserstoffbasierten Antrieben gewappnet, ist ZDK-Präsident Jürgen Karpinski überzeugt. 

Für die Marktfähigkeit von Fahrzeugen mit Brennstoffzellen sei eine konsistente Förderpolitik analog zum aktuellen Umweltbonus gefordert, so der Verband. Er moniert drei Hindernisse, die die weitere Verbreitung von Brennstoffzellen-Fahrzeugen ausbremsen: den hohen Preis, die geringe Zahl an Wasserstofftankstellen und die vergleichsweise teure Erzeugung von Wasserstoff. Eine wirkungsvolle und zielgerichtete Förderung müsste in allen drei Bereichen ansetzen. 

Sofort: Aufbau der Infrastruktur zur Wasserstofferzeugung

Nicht sofort benötigte elektrische Energie müsse für die Elektrolyse genutzt werden, um den dadurch erzeugten Wasserstoff später bei Bedarf zur Verfügung zu haben, so der Verband. Mit dem Aufbau der Infrastruktur zur Wasserstofferzeugung könne sofort begonnen werden. Wie Karpinski mitteilt, könne diese Infrastruktur zudem als Brückentechnologie zur Erzeugung von E-Fuels dienen. „Die E-Fuels lassen sich sofort zur Erzeugung von CO2-neutralen Kraftstoffen für den Fahrzeugbestand mit konventionellen Antrieben verwenden“, so der VDK-Präsident.

Die derzeit noch hohen Kosten für die energieintensive Wasserstoffherstellung dürfen laut dem ZDK-Strategiepapier kein Hindernis sein, bereits heute den Kraftstoff von morgen zu fördern. Langfristiges Ziel müsse es sein, benötigten Wasserstoff völlig CO2-frei herzustellen. Als Zwischenlösung biete sich der Einsatz von Wasserstoff aus der Industrie an, der dort als Nebenprodukt anfällt.

Der ZDK-Vorstand plädiert dafür, für die Förderung einer künftigen, klimafreundlichen Mobilität technologieoffene Kriterien zu definieren, die dem unterschiedlichen Nutzungsverhalten der Kunden gerecht werden. Eine eingleisige Sichtweise sei hier nicht förderlich: „Die Festlegung auf eine einzige Antriebsart wird vom Markt nicht akzeptiert werden und könnte sowohl für die Automobilindustrie als auch für alle nachgelagerten Wirtschaftszweige verheerende wirtschaftliche Folgen haben”, warnt Karpinski.

 
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