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Enerige & Management > Windkraft Offshore - Zukunft von Differenzverträgen offen
Bild: diak / Fotolia
WINDKRAFT OFFSHORE:
Zukunft von Differenzverträgen offen
Für die Förderung neuer Offshore-Windparks setzen Teil der Branche auf das sogenannte Contract-for-difference-Modell, was im Bundesweirtschaftsministerium auf keine Gegenliebe stößt.
 
Der Bundesverband der Windparkbetreiber Offshore (BWO), in dem alle Betreiber von Seekraftwerken in der deutschen Nord- und Ostsee organisiert sind, sieht die Unterstützung für ein neues Förderinstrument auf Basis von sogenannten Differenzverträgen wachsen. Der BWO wie auch andere Verbände aus der heimischen Offshore-Windbranche machen sich seit Monaten dafür stark, dass bei der anstehenden Novelle des Wind-auf-See-Gesetzes neue Offshore-Windparks auf Basis des britischen Contract-for-difference-Modells gefördert werden.

„Ein CfD-Regime trägt zu niedrigeren Erzeugungskosten auf See bei, da das Finanzierungsrisiko für die Investoren kleiner wird“, betonte BWO-Geschäftsführer Thimm im Anschluss an eine Online-Veranstaltung seines Verbandes. Mittlerweile sehe auch die Grundstoffindustrie die Vorteile eines CfD-Models, resümierte Thimm. Er konnte auf die Teilnahme von Ulf Gerder, Leiter der Abteilung Public Affairs bei Wacker Chemie, an der Gesprächsrunde im Netz verweisen. „Für unsere Wettbewerbsfähigkeit brauchen wir einen Industriestrompreis von unter vier Cent pro Kilowattstunde und begrüßen jedes Modell, das dieses Preisniveau möglich macht“, so Gerder.

Grundsätzliche Bereitschaft der grünen Bundestagsfraktion signalisierte Julia Verlinden, deren energiepolitische Sprecherin, während der Online-Veranstaltung, bei der Förderung neuer Offshore-Windparks auf das CfD-Modell einzuschwenken. „Die finanziellen Vorteile sprechen für sich, was auch wichtig ist für die Konjunkturprogramme, die für die Überwindung der wirtschaftlichen Kriese nach der Corona-Pandemie aufgelegt werden sollen.“

Erstmals deutete auch Johann Saathoff, energiepolitischer Koordinator der SPD-Bundestagsfraktion, Unterstützung für Differenzverträge an, die sich auch für die Finanzierung von Solar und Windparks an Land einsetzen lassen: „Die SPD hat sich für Differenzverträge ausgesprochen, da für uns die Akteursvielfalt und die Mitnahme kleinerer Unternehmen elementar wichtig ist.“

Ein Problem in einer CFD-Förderung sieht der Bundestagsabgeordnete aus Ostfriesland aber noch in dem Umstand, dass ein CfD-Modell gegen das im EEG festgeschriebene Doppelnutzungsverbot für Strom aus EEG-geförderten Anlagen verstößt. Was zur Konsequenz hat, dass Strom aus einem über CfD geförderten Offshore-Windparks explizit nicht all Ökostrom verkauft werden kann. Insbesondere große Stromabnehmer würden dann den Anreiz verlieren, diesen Strom einzukaufen – sie könnten ihn nicht für ihren CO2-Footprint anrechnen.

Ob es zu einer Klärung dieser wichtigen Frage kommt, bleibt abzuwarten. Bislang zeigt das Bundeswirtschaftsministerium kein Interesse, künftig bei der Förderung von Offshore-Windparks auf das CfD-Modell zu setzen.
 

 
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Donnerstag, 30.04.2020, 16:38 Uhr