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Enerige & Management > Berlin - Berlin will zur Solarcity werden
Bild: eyetronic / Fotolia
BERLIN:
Berlin will zur Solarcity werden
Die Berliner Stadtwerke wollen in diesem Jahr wieder neue Photovoltaik- und Windkraftanlagen ans Netz bringen.
 
Die Berliner Stadtwerke kommen bei der Gewinnung neuer Stromkunden, bei Mieterstromprojekten und beim Bau von Photovoltaikanlagen auf öffentlichen Gebäuden deutlich langsamer voran als vorgesehen. Das noch relativ junge, von der Stadtregierung finanziell gut ausgestattete Unternehmen tut sich weiter schwer, ausreichende Akzeptanz in der Hauptstadt zu finden und kontinuierlich erneuerbare Projekte in Gang zu bringen.

Im Geschäftsjahr 2018 konnte der kommunale Energieversorger nur 3 000 neue Kunden für sein Ökostromangebot gewinnen. Insgesamt stieg die Kundenzahl bis Ende 2018 auf 10 000, geplant waren 15 000. „Berlin hat sich als extrem wettbewerbsintensiver Markt herausgestellt“, versuchte Jörg Simon, Vorstandsvorsitzender der Stadtwerke-Muttergesellschaft Berliner Wasserbetriebe (BWB), bei der Bilanzpressekonferenz des Unternehmens die wenig befriedigende Entwicklung der Tochtergesellschaft zu erklären.

Auch das im Sommer 2018 aufgelegte Stadtwerkeangebot „Klimarendite“, das Privatpersonen für die Beteiligung an einer Windkraftanlage der Stadtwerke bis zu 2,25 % Zinsen offeriert, sei nur zu einem Drittel gezeichnet worden – „was uns enttäuscht hat“, ergänzte Simon.

Der Bau von erneuerbaren Stromerzeugungsanlagen durch die Berliner Stadtwerke kam im letzten Jahr ebenso nur mühsam voran. Bisher hat das Unternehmen 21 MW Windenergie- und gut 7 MW Photovoltaikleistung installiert. Kein Versorger errichte so viele Solaranlagen in Berlin wie die Stadtwerke, lobte Simon. Im letzten Jahr sind jedoch kaum neue hinzugekommen; 2018 sei eher ein Jahr der Anbahnung neuer Projekte gewesen, heißt es im Unternehmen.

Größtes Mieterstromprojekt Deutschlands in Berlin

Dafür soll in diesem Jahr der Ausbau der Erneuerbaren deutlich vorankommen. Für die Umsetzung des 2019 zu verabschiedenden Masterplans Solarcity Berlin seien zu fast allen Stadtbezirken Kontakte aufgebaut worden, berichtete Simon. Bisher seien mit verschiedenen Bezirken Verträge über Photovoltaikanlagen auf öffentlichen Gebäuden im Umfang von 1,7 MW abgeschlossen worden beziehungsweise weitgehend verhandelt.

Zudem haben die Stadtwerke seit Jahresbeginn Verträge über rund 2 MW Solarstromleistung zur direkten Versorgung von Mietern unter Dach und Fach gebracht. Kurz vor dem Start sei das mit insgesamt 4 300 beteiligten Haushalten größte solare Mieterstromprojekt in Deutschland, berichtete Simon. Aktuell haben die Berliner Stadtwerke über 3 800 Haushalte an Mieterstrom angeschlossen, bis Ende des Jahres 2019 werde sich diese Kapazität mehr als verdoppeln.

Außerdem stellte der BWB-Chef in Aussicht, dass im Herbst der Bau von neun Windrädern mit einer Gesamtleistung von 30 MW auf einer Liegenschaft der Berliner Stadtgüter unweit von Bernau, am nördlichen Stadtrand, beginnen werde.

Ramona Popp (Grüne), Senatorin für Wirtschaft und Betriebe in Berlin, zeigte sich trotz der mühsamen Fortschritte zufrieden mit der Arbeit der Stadtwerke. Sie trügen zur Verringerung der CO2-Emissionen in der Stadt bei und seien ein guter Partner für die Bezirke, so die Senatorin. Als Hauptaufgabe der Stadtwerke sieht Popp die energetische Sanierung öffentlicher Gebäude durch den Bau von Photovoltaikanlagen auf den Dächern.

 
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Mittwoch, 24.04.2019, 16:41 Uhr