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Enerige & Management > Photovoltaik - Heidelberg will über Kooperation klimaneutral werden
Bild: Jonas Rosenberger
PHOTOVOLTAIK:
Heidelberg will über Kooperation klimaneutral werden
Die Stadtwerke Heidelberg wollen Solar- und Windenergie kräftig ausbauen. Weil der Platz vor Ort knapp ist, will man mit anderen Stadtwerken kooperieren.
 
Die Stadt Heidelberg hat sich zum Ziel gesetzt, bis 2050 klimaneutral zu werden. Die Möglichkeiten des Ausbaus von erneuerbaren Energien auf der Heidelberger Gemarkung sind allerdings, so heißt es in einer Mitteilung der Stadtwerke, aufgrund der Flächensituation begrenzt.

Um die Solar- und Windenergieleistung bis 2025 um 25 MW auf insgesamt 43 MW auszubauen – wie im Klimaschutzplan der Stadt Heidelberg festgeschrieben – braucht es also andere Wege: Der kommunale Versorger beteiligt sich an der neuen Gesellschaft Trianel Wind und Solar.

Ziel ist es, im Verbund mit weiteren Stadtwerken die Entwicklung von Solar- und Windenergieanlagen bundesweit voranzutreiben. Stadt und Stadtwerke Heidelberg wollen über die Kooperation überregional mehrere Sonnen- und Windkraftanlagen mit einer Gesamtleistung von 14 MW umsetzen. Damit können 13.000 Haushalte versorgt werden, was in etwa jedem sechsten Heidelberger Haushalt entspricht. Heidelberg zählt dann, wie es weiter heißt, bundesweit zu den vier größten Investoren innerhalb der Gesellschaft zum Ausbau von Wind- und Solarenergie. Zugleich spart Heidelberg weitere 15.300 Tonnen CO2 pro Jahr bis 2024 ein. Bis 2030 ist über die neue Gesellschaft für Heidelberg sogar ein Ausbau von rund 24 MW geplant.

Auch in Heidelberg sollen Potenziale stärker ausgeschöpft werden

Oberbürgermeister Eckart Würzner nannte die Kooperation einen Meilenstein auf dem Weg zur klimaneutralen Stadt: „Wir können auf diesem Weg künftig zusätzliche Sonnen- und Windenergie dort erschließen, wo es ausreichend gut geeignete Flächen gibt.“ Das Projekt habe Modellcharakter. Die Stadt Heidelberg investiere über ihre Stadtwerke in anderen Regionen, um klimafreundlichen Strom zu sichern. Parallel dazu werde man in den kommenden Jahren auch in Heidelberg die Potenziale für Photovoltaikanlagen noch stärker ausschöpfen.

Die neue Gesellschaft ist eine Tochter der Stadtwerke-Kooperation Trianel in Aachen. Voraussichtlich mehr als 20 Stadtwerke bundesweit werden sich in ihr zusammenschließen, um die Wind- und Solarenergie gemeinsam auszubauen. „Wir kooperieren seit rund zehn Jahren über die Trianel mit zahlreichen anderen Stadtwerken“, erklärte Rudolf Irmscher, Geschäftsführer der Stadtwerke Heidelberg. Kooperationen und Partnerschaften seien wichtige Erfolgsfaktoren für das Gelingen der Energiewende und des Klimaschutzes.

Um das Ziel im 30-Punkte-Aktionsplan der Stadt für mehr Klimaschutz zu erreichen, sind bis 2025 folgende Maßnahmen bereits in der Umsetzung oder geplant:
  • Ausbau von PV-Anlagen auf Dächern und Freiflächen durch die Stadtwerke Heidelberg um 10 MW, davon 3,5 MW bis Ende 2021.
  • Die Dachflächen aller Neubauten der Stadt und der städtischen Gesellschaften sind künftig für PV-Anlagen zu nutzen. Auf den Dächern von bestehenden Gebäuden werden schrittweise Anlagen installiert.
  • Beim Verkauf städtischer Baugrundstücke werden die Käufer verpflichtet, Dachflächen von Neubauten für die PV-Installation zu nutzen. Für Grundstücke auf den Konversionsflächen Patrick-Henry-Village und Airfield gilt die Verpflichtung auch für Bestandsgebäude.
  • Alle Interessierten erhalten eine kostenlose persönliche Beratung für das eigene Dach – egal, ob als Eigentümer, Vermieter, Mieter oder Unternehmen. Ziel: Ausbau von PV-Anlagen durch Bürger, Unternehmen und private Investoren.
  • Um Anreize für den Ausbau der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien durch Kunden zu setzen, bieten die Stadtwerke die Produkte Energiedach und Mieterstrom an.

 
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