• Strom: Wochenendmodus
  • Gas: Gut erholt ins Wochenende
  • Mehr Investitionen in digitale Lösungen
  • Oberverwaltungsgericht NRW rügt Mängel bei BSI-Zertifizierung
  • VBEW fordert mehr "Schlechtwetterstrom" in Bayern
  • Streit um Wasserstoff in der EU
  • Neumünster setzt ganz auf erneuerbare Energien
  • 50 Hertz drängt auf Windkraftausbau an Land und auf See
  • Thüringer Versorger bündeln Krisen-Kräfte
  • Bundesrat macht Weg frei für mehr Ladesäulen
Enerige & Management > Strom - Weltweite Stromnachfrage erholt sich 2021
Bild: Fotolia, ghazii
STROM:
Weltweite Stromnachfrage erholt sich 2021
Die Internationale Energieagentur (IEA) rechnet damit, dass sich die weltweite Stromnachfrage nach der Covid-19-Pandemie im kommenden Jahr leicht erholen wird. 
 
Die Stromnachfrage dürfte laut dem Strommarktbericht der IEA im kommenden Jahr um rund 3 % wachsen. Dies sei im Vergleich zu diesem Jahr (-2 %) eine leichte Erholung.

Dennoch liege das für 2021 erwartete Wachstum von 3 % deutlich unter dem Anstieg von 7 % im Jahr 2010 nach der weltweiten Finanzkrise. Das Plus im kommenden Jahr führt die IEA insbesondere auf China, Indien und andere Wachstumsländer zurück. Mit einem Plus von 2 % sei die Volksrepublik China die einzige große Volkswirtschaft, die 2020 ein Wachstum der Stromnachfrage verzeichnen wird. Dennoch liege der Wert unter der dort zuletzt üblichen Wachstumsrate von 6,5 %, so die IEA.

Der von der IEA für 2020 weltweit prognostizierte Rückgang der Stromnachfrage um 2 % liegt deutlich über dem Minus während der Finanzkrise (- 0,6 %). Am stärksten von der Pandemie getroffen wurden laut IEA die Eurozone: Das Bruttoinlandsprodukt werde in diesem Jahr um 8 %, die Stromnachfrage um 4 % zurückgehen. Die stärksten Auswirkungen hätten Italien, Spanien und Großbritannien zu verzeichnen.

Erneuerbare legen bei Stromproduktion zu

Noch deutlicher als auf die Stromnachfrage wirke sich die Pandemie auf die weltweiten Strompreise aus. Ein von der IEA erstellter Preisindex im dritten Quartal dieses Jahres hatte wieder das Niveau von 2016 erreicht − nach einem Rückgang von 28 % im Vorjahresvergleich. Im Jahr 2019 lag der Rückgang insgesamt bei 12 %. Die IEA bezieht bei der Ermittlung des Preisniveaus unter anderem die Länder Australien, Deutschland, Japan, die nordische Region und die USA mit ein.

Die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien solle in diesem Jahr um 7 % steigen. Dagegen werde Gas – teilweise abgemildert durch tiefe Gaspreise – einen Rückgang um 2 % verzeichnen. Kohle lege mit einem Minus von 5 % einen historischen Rückgang hin. Bei der Entwicklung der CO2-Emissionen geht die IEA für 2020 von einem Rückgang von um 5 % aus. Für 2021 prophezeit sie dagegen ein Plus von 2 % bei den CO2-Emissionen.
 

Davina Spohn
Redakteurin
+49 (0) 8152 9311 18
eMail
facebook
© 2021 Energie & Management GmbH
Montag, 14.12.2020, 15:18 Uhr

Mehr zum Thema