• Strom: Weniger Wind pusht den Day Ahead
  • Gas: Märkte kaum verändert
  • Entspannung im Streit um Nord Stream 2
  • Industrie schätzt Stadtwerke als Ladeinfrastruktur-Partner
  • Wintershall-Dea schreibt 2020 rote Zahlen
  • Keine Technologien politisch ausschließen
  • Avacon testet Erneuerbaren-Einbindung ins Verteilnetz
  • Schwerte stundenlang ohne Strom
  • Iberdrola steigert Gewinn trotz Umsatzrückgang
  • Teag beginnt Ankauf von Öko-Strom
Enerige & Management > Klimaschutz - Große Rückendeckung für EU-Klimaziele
Bild: Fotolia, kav777
KLIMASCHUTZ:
Große Rückendeckung für EU-Klimaziele
Rund 77 % der Deutschen befürworten die Klimaziele der EU. Das geht aus einer Umfrage im Auftrag des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) hervor.
 

Die Europäische Union plant, das europäische Klimaschutzziel für 2030 zu erhöhen. Vorgesehen ist, bis dann eine Treibhausgasminderung von mindestens 55 % verglichen mit 1990 zu erreichen.

In der Bevölkerung stößt der Plan auf große Zustimmung, wie eine repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts "prolytics" im Auftrag des BDEW zeigt. Auf die Frage, was sie von der geplanten Erhöhung des Klimaziels halten, antworteten rund 77 % der Befragten, dass sie dies richtig finden. Nur rund 15 % halten die Erhöhung für falsch.

Gleichzeitig hält jedoch nur die Hälfte der Befragten das höhere Klimaschutzziel auch für erreichbar. Gefragt, ob sie das Erreichen des höheren Ziels für realistisch erachten, antworteten nur 4 %, es würde "sicher erreicht". Immerhin 47 % halten es für "durchaus erreichbar". Rund jeder Dritte hält es "eher für nicht erreichbar". Fast 13 % sagen, das Ziel würde "sicher nicht erreicht".

Beschleunigter Ausbau der Erneuerbaren und des Netzes nötig

"Das Ziel von 55 Prozent Treibhausgasreduktion im Vergleich zu 1990 bis 2030 ist sehr ehrgeizig. Es ist aber machbar, wenn jetzt die erforderlichen Rahmenbedingungen geschaffen werden", sagte dazu BDEW-Hauptgeschäftsführerin Kerstin Andreae. Dazu gehöre in erster Linie eine Beschleunigung beim Ausbau der erneuerbaren Energien und beim Netzausbau.

Um hier an Tempo zuzulegen, müssten aber die bestehenden Hürden aus dem Weg geräumt werden. Das betreffe fehlende Flächen für Windenergie- und Solaranlagen genauso wie langwierige Planungs- und Genehmigungsverfahren. "Gleichzeitig müssen wir auch die anderen Sektoren in den Blick nehmen. Für eine nachhaltige Treibhausgasreduktion in Industrie, Verkehr und beim Gebäudesektor ist ein europäischer Wasserstoffmarkt und eine stärkere Sektorenkopplung unentbehrlich", erklärte Andreae.

 

Günter Drewnitzky
© 2021 Energie & Management GmbH
Mittwoch, 09.12.2020, 14:03 Uhr

Mehr zum Thema