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Enerige & Management > Kernkraft - Stilllegung und Abbau von Atommeiler Isar 1 ist rechtmäßig
Bild: Fotolia, Thorsten Schier
KERNKRAFT:
Stilllegung und Abbau von Atommeiler Isar 1 ist rechtmäßig
Stilllegung und Abbau des seit 2011 abgeschalteten Atomkraftwerkes Isar 1 ist rechtmäßig. Das Bundesverwaltungsgericht hat die Revision des Bund Naturschutz in Bayern zurückgewiesen.
 
(dpa) − Die Naturschützer des Bund Naturschutz in Bayern hatten eine umfassendere Überprüfung der Gesamtanlage verlangt. Jetzt haben die Richter des Bundesverwaltungsgerichts in Leipzig die Revision zurückgewiesen.

Die Genehmigung zur Stilllegung müsse ausschließlich die Fragen behandeln, die sich auf die Stilllegung des Kernkraftwerks beziehen, begründeten die Richter des 7. Senats am Abend des 21. Januars ihre Entscheidung. Es müsse nicht ein umfassender Prüfungsaufwand wie bei der Betriebsgenehmigung betrieben werden. 

Der Bund Naturschutz Bayern hatte generell den Rückbau zwar befürwortet, kritisierte aber, dass mit den Arbeiten bereits begonnen wurde, als Brennelemente noch im Lagerbecken vorhanden waren. Isar 1 liege in der Einflugschneise des Münchner Flughafens, hatte der Rechtsanwalt des Bund Naturschutz Bayern, Ulrich Wollenteit, in der mündlichen Verhandlung am 21. Januar erläutert. Weil der Schutz der Anlage nicht mehr so hoch sei wie noch zu Betriebszeiten, hätte ein Flugzeugabsturz während des Rückbaus "katastrophale Folgen" haben können. 

Letzter Brennstab wurde im Oktober 2020 entfernt

Der Bayerische Verwaltungsgerichtshof hatte die Klage 2018 abgewiesen, die Revision vor den Leipziger Bundesrichtern jedoch zugelassen. Die Abbauarbeiten waren unterdessen fortgesetzt worden und im Oktober 2020 war nach Angaben des Betreibers "PreussenElektra" der letzte Brennstab aus dem Block 1 entfernt worden. 

Der Atommeiler Isar 1 war 1979 in Betrieb genommen und 2011 in Folge des geplanten Atomausstiegs nach der Nuklearkatastrophe im japanischen Fukushima heruntergefahren worden. 

"Zumindest haben wir mit dem Verfahren erreicht, dass es etwas schneller ging, die Brennelemente aus dem Atomkraftwerk herauszubringen", sagte der Geschäftsführer des Bund Naturschutz Bayern, Peter Rottner, bereits kurz nach der mündlichen Verhandlung. 

Weltweit 443 Kernkraftwerke in Betrieb

Die Stilllegung des Atomkraftwerkes Isar 1 ist längst in die Auswertung eingeflossen, die das Forum "Gemeinsam gegen das Zwischenlager und für eine verantwortbare Energiepolitik e.V" im bayerischen Schwabenland jährlich veröffentlicht. Deren Aktivisten werten die Statistik-Seiten der Internationalen Atomenergie-Agentur aus.

Für das vergangene Jahr weist der jüngste Forum-Report die Inbetriebnahme von
fünf neuen Atommeilern aus. Sechs dagegen wurden abgeschaltet. Zu diesem Sextett zählen unter anderem die umstrittenen beide Blöcke im französischen Fessenheim. Insgesamt sind laut der Internationalen Atomenergie-Organisation (IAEA) weltweit nun 443 Atomanlagen mit einer Leistung von gut 393.000 MW in Betrieb.

"Die Zahlen zeigen eindeutig, dass von der oft angekündigten Renaissance der Kernkraft keine Rede sein kann", kommentiert Forum-Sprecher Raimund Kamm die IAEA-Jahresbilanz. Dass es derzeit laut IAEA 52 Nuklearmeiler neu gebaut werden, bewertet Kamm so: "Diese Baustellen sind fast ausschließlich in China oder in Ländern, die sich so den Zugang zur Atomwaffentechnik verschaffen wollen."

 
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