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Enerige & Management > BHKW - 3.000 neue KWK-Anlagen für Bayern
Bild: E&M
BHKW:
3.000 neue KWK-Anlagen für Bayern
Die bayerische Staatsregierung ist optimistisch, die Stromproduktion des Landes künftig aus bis zu 70 % erneuerbaren Quellen bestreiten zu können.
 
Im Jahr 2018 konnte das Bundesland rund 50 % seines Strombedarfs aus erneuerbaren Quellen decken, allerdings wurde in diesem Jahr erstmals auch Strom importiert, bilanzierte Frank Messerer, Abteilungsleiter beim bayerischen Wirtschaftsministerium auf einer KWK-Fachtagung des staatlichen Beratungsunternehmen "Bayern innovativ" in Amberg. Rund 30 % der Stromerzeugung deckt derzeit noch die Kernenergie, sie muss nach 2022 ersetzt werden.

Dafür plant das Wirtschaftsministerium, die erneuerbare Stromproduktion auf 70 % zu erhöhen. Gleichzeitig müsse der Energiebedarf sinken und Strom über HGÜ-Verbindungen importiert werden, sagte Messerer.

Konkret soll die PV-Leistung bis 2022 um 3.200 MW erhöht werden. Außerdem will man 300 neue Windräder initiieren - trotz der in Bayern geltenden 10H-Abstandsregelung. Zugleich sollen rund 3.000 KWK-Anlagen mit zusammen rund 500 MW installiert werden. Die Nutzung der Biomasse für die Stromerzeugung soll um 10 % zunehmen.

Den Wärmebedarf will man künftig zu 20 % aus Bioenergie decken, zur Nutzung der Solarthermie sollen rund 250.000 m2 Kollektorfläche installiert werden. Bis 2022 sollen außerdem 100 Wasserstofftankstellen in Bayern den Autofahrern zur Verfügung stehen, heißt es im "Aktionsprogramm Energie", aus dem Messerer zitierte. Generell wolle Bayern den Netzausbau auf ein "nötiges Maß" begrenzen und plädiere deswegen für den Bau zusätzlicher Gaskraftwerke.

Damit all dies realisiert werden kann, sind allerdings bessere rechtliche Rahmenbedingungen nötig, für die teilweise der Bund zuständig ist. So fordert Bayern, das KWK-Gesetz bis 2030 zu verlängern und darin den Südbonus festzuschreiben. Auch sollte die Stromsteuer auf das europarechtliche Mindestmaß gesenkt werden, um für Unternhemen und Bürger bezahlbare Strompreise bereitzustellen, sagte Messerer.

 
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