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Enerige & Management > Stadtwerke - Saarbrückener beteiligen sich an neuem Kraftwerk
Bild: Fotolia, caruso13
STADTWERKE:
Saarbrückener beteiligen sich an neuem Kraftwerk
Die Möglichkeit einer Bürgerbeteiligung am neuen Gasmotorenkraftwerk in Saarbrücken ist gut angekommen. 400 Privatleute haben Geld in das Projekt investiert.
 

Das Finanzierungsprojekt ist abgeschlossen: Der Saarbrücker Versorger "Energie SaarLorLux" hatte seinen Kunden für die Beteiligung am Bau des neuen Gasmotorenkraftwerks Römerbrücke eine Verzinsung von 2,25 % pro Jahr angeboten. Bürger im Stadtgebiet von Saarbrücken, die keine Kunden sind, erhalten 1 %. Die Zinsausschüttung erfolgt nach Angaben des Unternehmens jährlich, die vollständige Rückzahlung des Betrages nach fünf Jahren am 30. September 2025. Die Zeichnungssumme betrug 3 Mio. Euro, maximal konnten pro Interessent 10.000 Euro investiert werden. ​

"Eine nachhaltige Kapitalanlage mit grünem Charakter, guter Rendite und lokaler Zweckbestimmung", beschreibt Detlef Huth, Vorstand der Energie Saarlorlux, das Konzept. Die Bürgerbeteiligung wurde über eine digitale Plattform abgewickelt, die der Versorger zusammen mit dem Softwarehaus Eueco umgesetzt hat. "Das Angebot einer Schwarmfinanzierung über eine kundeneigene Plattform ist heute der beste und einfachste Weg für Stadtwerke, Kunden und Bürger einzubinden", erklärte Josef Baur von Eueco.

Größte Investition in der Firmengeschichte

Beim Baustart für das neue Kraftwerk im Juni hatte Vorstand Joachim Morsch den 80 Mio. Euro teuren Neubau als größte Investition der Firmengeschichte bezeichnet. Er werde dazu beitragen, jährlich 60.000 Tonnen CO2 einzusparen, die Fernwärmeversorgung zu sichern und Arbeitsplätze langfristig zu erhalten.

Das neue Gasmotorenkraftwerk Römerbrücke soll das dortige Heizkraftwerk ergänzen. Die fünf Gasmotoren haben eine elektrische und thermische Gesamtleistung von rund 52 MW und können Strom für 65.000 Haushalte und Wärme für 13.000 Haushalte erzeugen. Der Nutzungsgrad wird mit 92 % angegeben. Mit der Inbetriebnahme im Herbst 2022 kann auf die Verbrennung von Kohle bei der Energieerzeugung vollständig verzichtet werden, erklärte ein Sprecher gegenüber E&M.

Über die gesamte Südfassade des Kraftwerks wird eine Photovoltaik-Anlage aufgespannt und so zusätzlich der Ausbau der erneuerbaren Energien vorangetrieben.


 
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