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Enerige & Management > Veranstaltung - Altmaier: Weg zur Treihausgasneutralität bedeutet eine Revolution
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Altmaier: Weg zur Treihausgasneutralität bedeutet eine Revolution
Es bedeute „eine Revolution“ laut Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) wenn die EU von höherer Energieeffizienz zu komplett klimaneutralem Wirtschaften 2050 umschalten wolle.
 
Auf den online stattfindenden Berliner Energietagen nannte Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) das Ziel der Klimaneutralität in der EU bis 2050 eine „Programmatische Veränderung“. Bisher habe man die Treibhausgasemissionen um 80 bis 90 % bis 2050 senken wollen gegenüber 1990. Das neue Ziel, komplett treibhausgasneutral zu werden, bedeute „einen qualitativen Unterschied, eine Revolution“, sagte Altmaier. „Es reicht nicht länger Effizienz zu erhöhen, wir müssen alle fossilen Energieträger ablösen“, erläuterte er.

Dafür müssten völlig neue Technologien wie die Wasserstoffproduktion und -anwendung entwickelt und eingeführt werden. Das werde hohe Kosten verursachen, was weltweit im Handel geregelt werden müsste. Sonst führe zum Beispiel grüner Stahl dazu, dass wegen der Mehrkosten nur noch im Ausland und dort mit klimaschädlichen Technologien produziert wird. Zuschüsse für die technische Umrüstung der Industrie, zum Beispiel im Stahl sei über europäische Förderungen wie die IPCEI möglich, versprach der Minister.

Antritt bei der Bundestagswahl nur mit Klimaschutzkonzept

Die Aufgabe der klimaneutralen Gesellschaft sei lösbar, zeigte er sich überzeugt. „Die Ingredienzien sind vorhanden, wir müssen sie nur noch zusammenführen und der jungen Generation beweisen, dass wir es diesmal ernst meinen“, appellierte Altmaier. „Diese Bundestagswahl kann nur gewinnen, wer ein glaubwürdiges Klimaschutzkonzept vorlegt“, sagte er. Er meinte, die große Koalition habe unter anderem mit dem Kohleausstieg ihre ernsten Absichten bewiesen.

Weitere wichtige Ansatzpunkte seien der Gebäude- und Verkehrssektor. Die jetzt angestoßenen Investitionen für die Sanierung von Häusern und Heizungen würden sich erst über Jahrzehnte auszahlen, aber dem Klimaschutz dienen. „Es ist uns der Paradigmenwechsel hin zur Gebäudeeffizienz gelungen“, sagte der Minister in Bezug auf das Gebäudeenergiegesetz, die steuerliche Abschreibung von Sanierungen und die CO2-Bepreisung auch für Brennstoffe seiner Amtszeit.

Im Verkehrsbereich sei die Elektromobilität jetzt in den Hochlauf gestartet, zeigte sich Altmaier hoffnungsvoll. Er freute sich, dass auch die Batteriezellfertigung dafür wieder in Europa stattfinde, auch dank staatlicher Beihilfen.
 

Susanne Harmsen
Redakteurin
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Mittwoch, 28.04.2021, 15:57 Uhr

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