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Enerige & Management > Strom - Bielefelder Stadtwerke modernisieren Umspannwerk Zwinger
Bild: animaflora / Fotolia
STROM:
Bielefelder Stadtwerke modernisieren Umspannwerk Zwinger
Trotz coronabedingter Einschränkungen konnten die Stadtwerke Bielefeld nach knapp zehnmonatiger Bauzeit ein Umspannwerk für die Innenstadt pünktlich und im Budget modernisieren.
 
Das Umspannwerk Zwinger versorgt rund 20.000 Haushalte in der Bielefelder City. Es ging 1974 in Betrieb und wandelt Strom von einer Hochspannung von 110.000 Volt in Strom mit 10.000 Volt Mittelspannung um. Die Hoch- und Mittelspannungs-Schaltanlagen aus dem Jahr 1982 hatten das Ende ihrer technischen Lebensdauer erreicht und mussten jetzt ausgetauscht werden, um Stromausfälle zu vermeiden. Die Arbeiten konnten pünktlich und im Budget von 2,9 Mio. Euro abgeschlossen werden.

Während der Arbeiten musste das Umspannwerk durchgängig in Betrieb bleiben, um Haushalte, Betriebe und die Stadtbahn in der Bielefelder Innenstadt auch während der Arbeiten sicher mit Strom zu versorgen. Seit März 2020 wurden daher in mehreren Bauabschnitten die Hochspannungsschaltanlage, der Anschluss an das 110.000-Volt-Kabelnetz sowie die Schutz- und Leittechnik, die für die Überwachung und die Steuerung des Umspannwerks benötigt wird, erneuert.

Viele Herausforderungen gemeistert

Außerdem bekam das Umspannwerk ein zusätzliches Schaltfeld, das künftig für den Anschluss eines neuen Hochspannungskabels zum Umspannwerk an der Universität benötigt wird. Die Projektleiter Hendrik Lohmann und Stefan Kronshage aus dem Geschäftsbereich Netze der Stadtwerke Bielefeld mussten zudem mit wenig Platz auskommen. "Wir mussten mit einer Fläche von 140 m2 auskommen. Zum Vergleich: Wenn wir am Stadtrand ein Umspannwerk mit Freiluftschaltanlage bauen, benötigen wir dafür etwa die Fläche eines halben Fußballfeldes", sagte Lohmann.
 
Die Projektleiter Stefan Kronshage (links) und Hendrik Lohmann (rechts) zeigen die neue Hochspannungsschaltanlage im Umspannwerk Zwinger. Das Hochspannungskabelsystem wird mit der gasisolierten Schaltanlage (blaue Rohre) verbunden
Bild: Stadtwerke Bielefeld, T. Ulonska

"Die elektrischen Bauteile im Innern der Schaltfelder sind von einem speziellen Gas umschlossen, das gut isoliert. Nur mit dieser Technik ist es uns möglich, auf dem engen Raum, der uns zur Verfügung steht, sicher mit Hochspannung von 110.000 Volt zu arbeiten", erklärte Lohmann. Auch deshalb ging den Montagearbeiten eine längere Planungsphase voraus. Die Experten überlegten vorab, wo genau und in welcher zeitlichen Abfolge die einzelnen Bauteile montiert werden sollen.

Alt und neu verbunden

Auch die Verbindung der seit Jahren in der Erde liegenden Hochspannungskabel mit der neuen Schaltanlage einer anderen Technikgeneration, war schwierig, berichtet Kabelspezialist Stefan Kronshage. Daher wurden die Übergänge zwischen den Kabelenden außerhalb des Gebäudes in Muffenbaugruben – jede so groß wie zwei Garagen – hergestellt. Hierbei musste nicht nur sehr präzise, sondern auch unter Beachtung höchster Reinheitsgebote gearbeitet werden. "Jede Übergangsmuffe ist ein Unikat und wurde in wochenlanger akribischer Arbeit von speziell geschulten Fachmonteuren der Kabelfirma NKT aus Köln vor Ort gefertigt", erläutert Kronshage.

Die Corona-Pandemie erschwerte die Arbeiten. "In aller Eile mussten wir für Infektionsschutz sorgen, zumal bei dem beengten Baufeld ein Ausweichen nicht immer möglich war", sagte Lohmann. Auch die Anlieferung der neuen Schaltfelder aus der Schweiz, vom Hersteller General Electric, verzögerte sich, konnte aber aufgeholt werden. Das nun erneuerte Umspannwerk ist eines von 19 im Netz der Bielefelder Stadtwerke, von denen 16 mit Hochspannung arbeiten.

 
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